Mit Cereulid verunreinigt

Gift-Gefahr bei Babymilch laut EU (fast) gebannt

Nach Rückrufen verunreinigter Babymilch sehen EU-Behörden das Vergiftungsrisiko als gering an, warnen aber vor vereinzelten Restgefahren.
Heute Life
19.02.2026, 16:36
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Nach dem Skandal rund um verunreinigte Babymilch können Eltern laut Einschätzung der EU-Behörden mittlerweile aufatmen. Die Vergiftungsgefahr für Kleinkinder sei zum Großteil gebannt.

"Angesichts des Umfangs der Rückrufe ist die derzeitige Wahrscheinlichkeit einer Exposition gegenüber kontaminierten Säuglingsanfangsnahrungsmitteln gering", erklärten die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) am Donnerstag.

Trotzdem kann es weiterhin Fälle geben, wenn zurückgerufene Produkte nicht abgegeben wurden.

Mehrere Hersteller, darunter große europäische Konzerne wie Nestlé, Danone und Lactalis, haben seit Dezember in mehr als 60 Ländern Babynahrung zurückgerufen.

Der Grund: Es bestand der Verdacht auf eine Verunreinigung mit dem Giftstoff Cereulid. Dieser kann bei Kleinkindern zu Durchfall und Erbrechen führen.

Laut Angaben der EFSA und des ECDC gab es in mindestens sieben europäischen Ländern bereits Fälle von erkrankten Kleinkindern.

In Frankreich laufen außerdem Untersuchungen zum Tod von drei Babys. Es besteht der Verdacht, dass sie Milchpulver aus den zurückgerufenen Chargen bekommen haben. "Bis heute wurde wissenschaftlich keine Schuld nachgewiesen", erklärte das Gesundheitsministerium in Paris zuletzt. "Zu diesen Meldungen laufen derzeit strafrechtliche Ermittlungen."

Im Fokus steht eine Substanz aus China, die für Säuglinge wichtige Arachidonsäure enthält. Laut EU-Behörden ist Cereulid erstmals im Dezember in Präparaten nachgewiesen worden, die Arachidonsäureöl von einem chinesischen Hersteller enthalten haben.

{title && {title} } red, {title && {title} } 19.02.2026, 16:36
Jetzt E-Paper lesen