Aus Vorsicht zieht Danone in Österreich mehrere Babynahrungs-Produkte aus dem Verkehr. Betroffen sind bestimmte Chargen von Aptamil und Milumil, die nun zurückgerufen werden.
Der Rückruf erfolgt in Abstimmung mit der Lebensmittelaufsichtsbehörde und steht im Zusammenhang mit aktualisierten Empfehlungen zum Cereulid-Schwellenwert. Konkret geht es um jene Produkte, deren Chargennummern und Mindesthaltbarkeitsdaten im Rückruf angeführt sind.
Weil einzelne Produkte auch grenzüberschreitend von Deutschland nach Österreich gelangt sein könnten, werden zusätzlich bestimmte in Deutschland verkaufte Chargen einbezogen.
Danone betont, dass "die Gesundheit und Sicherheit von Säuglingen sowie die Einhaltung der lokalen regulatorischen Vorgaben zu jeder Zeit die höchste Priorität" haben.
Der Konzern begrüße daher ausdrücklich die neue wissenschaftliche Leitlinie der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), die am Montag veröffentlicht wurde. Vor dem Hintergrund dieser aktualisierten Empfehlungen – insbesondere zu vorsorglichen Schwellenwerten für Cereulid in Säuglingsnahrung – habe man sich für den Rückruf entschieden.
Cereulid kann über einem bestimmten Gehalt gesundheitliche Beschwerden verursachen. Dazu zählen Erbrechen und Durchfall, die laut Angaben in der Regel 30 Minuten bis sechs Stunden nach dem Verzehr auftreten können. Eltern, die sich Sorgen um die Gesundheit ihres Kindes machen, wird geraten, einen Kinderarzt zu kontaktieren.
Produkte aus den betroffenen Chargen sollen nicht weiter gefüttert, sondern dort zurückgegeben werden, wo sie gekauft wurden. Der Kaufpreis wird auch ohne Vorlage eines Kassenbons erstattet.
Ob ein Produkt betroffen ist, können Eltern auf den jeweiligen Marken-Websites anhand des Mindesthaltbarkeitsdatums überprüfen.
Abschließend betont Danone, dass alle Produkte, die nicht Teil des Rückrufs sind, sicher seien.