Im ungarischen Sárvár, rund 40 Kilometer von der burgenländischen Grenze entfernt, ist die Newcastle-Krankheit ausgebrochen. Tausende Hühner und Puten mussten deshalb bereits gekeult werden.
Die auch als atypische Geflügelpest bekannte Viruserkrankung ist hochansteckend. In Österreich wird Geflügel dagegen über das Trinkwasser oder Futter geimpft. Laut Landwirtschaftskammer Burgenland besteht derzeit keine unmittelbare Gefahr für heimische Geflügelbetriebe.
Unabhängig vom Ausbruch in Ungarn warnt die Landwirtschaftskammer vor der Vogelgrippe. Mit der aktuellen Jahreszeit steigt das Ansteckungsrisiko. "Generell ist keine Geflügelart davor gefeit", erklärt Wolfgang Pleier von der Landwirtschaftskammer Burgenland gegenüber dem ORF.
Betroffen sein können sowohl Wildvögel als auch Nutzgeflügel wie Hühner und Puten. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um kleine oder große Betriebe handelt.
Die Landwirtschaftskammer empfiehlt Geflügelhaltern, ihre Tiere vorsorglich im Stall zu halten und den Kontakt zu Wildvögeln zu vermeiden. Auch strenge Hygienemaßnahmen seien wichtig.
Denn wird die Vogelgrippe in einem Geflügelbestand nachgewiesen, müssen sämtliche Tiere des betroffenen Bestands gekeult werden.