Die große Polit-Umfrage von "Heute" zeigt – wie berichtet – eine tiefe Unzufriedenheit der Bevölkerung mit der Regierung: ÖVP, SPÖ und Neos kommen zu dritt auf nur noch 49 Prozent. Kickls FPÖ steht bei 35 Prozent. Das markiert den höchsten Wert, den Unique Research jemals für "Heute" bei der FPÖ erhoben hat.
Augenscheinlich auch: Die Bevölkerung wähnt Österreich auf dem falschen Weg. Mehr als die Hälfte der von Unique Research für "Heute" Befragten sieht das Land in die falsche Richtung gehen.
Lediglich Wähler der SPÖ (61 Prozent) und der ÖVP (59 Prozent) sind mehrheitlich der Meinung, dass sich die Dinge "alles in allem in die richtige Richtung" entwickeln. Am tiefsten ausgeprägt ist die Skepsis bei FPÖ-Sympathisanten: 87 Prozent von ihnen sehen eine negative Entwicklung.
Und sie stehen – wie der Blick auf die Rohdaten der Studie zeigt – fest hinter dem freiheitlichen Frontman. Herbert Kickl hat die höchste "Wähler-Behaltequote" im Polit-Feld. Heißt konkret: 84 Prozent der FPÖ-Wähler bei der Nationalratswahl 2024 halten ihm nach wie vor die Treue.
Christian Stocker kann 61 Prozent der Nehammer-Sympathisanten halten; die Babler-SPÖ würden lediglich 60 Prozent der roten Wähler von 2024 nochmals ankreuzen. Stark: Leonore Gewessler ist für sieben von zehn einstigen Kogler-Unterstützern wieder erste Wahl.
Wie erklärt sich Experte Peter Hajek die insgesamt mindere Performance der Bundesregierung? "Nur Passagier" sei die Regierung laut Demoskop Hajek beim Iran-Krieg samt wirtschaftlichen Folgen: "Die Handlungsmöglichkeiten sind schwer eingeschränkt. Die politischen Rahmenbedingungen sind für die FPÖ wie gemacht."
Könnte man den Bundeskanzler direkt wählen, würden sich 35 Prozent für Herbert Kickl entscheiden. Christian Stocker kommt bei der fiktiven Frage auf 26 Prozent – das ist mehr als die ÖVP, die in der Sonntagsfrage auf 22 Prozent hochgeschätzt wird.
Abgeschlagen auf Platz 3 liegt SPÖ-Chef Andreas Babler (15 Prozent) – der gebeutelten SPÖ würden immerhin noch 18 Prozent der Befragten ihre Stimme geben, wenn am Sonntag Nationalratswahlen wären.