Vernichtendes Zeugnis

Nur drei Prozent mit Regierungsarbeit "sehr zufrieden"

Die Unzufriedenheit mit der Bundesregierung ist weiter gestiegen. Und auch generell denkt nur ein Drittel, dass es in die richtige Richtung geht.
Newsdesk Heute
27.03.2026, 05:30
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Eine ganze Woche lang hat Unique Research für "Heute" telefonisch und online 821 Österreicher zu den aktuellen politischen Entwicklungen befragt. Herausgekommen ist: Herbert Kickls FPÖ liegt mit 35 Prozent unangefochten an der Spitze, ÖVP (22) und SPÖ (18) liegen weiter unter ihrem letzten Wahlergebnis. Die Grünen können 3 Prozentpunkte auf 11 zulegen, während Neos unverändert bei 9 Prozent rangieren und die KPÖ (4) um den Einzug zittern müsste.

Für die Regierungsparteien könnte es aber noch dicker kommen. "Nur ein Drittel meint, es geht in die richtige Richtung. 37 Prozent der Befragten sind mit der Arbeit der Bundesregierung zufrieden. Aber auch von dieser Gruppe ist ein Viertel der Meinung, dass Österreich in die falsche Richtung geht", analysiert Peter Hajek für "Heute".

37 Prozent "sehr" oder "eher" zufrieden

Am zufriedensten mit der Richtung der Entwicklung der Dinge sind SPÖ-Wähler (61 Prozent), knapp dahinter folgen ÖVP-Wähler (59). Bei den FPÖ-Wählern sind es sogar nur neun Prozent. Recht ähnlich sieht es bei der Zufriedenheit mit der Arbeit der Bundesregierung aus.

Insgesamt kommt die schwarz-rot-pinke Koalition hier aktuell nur auf drei Prozent "sehr zufrieden" und 34 Prozent "eher zufrieden". Eine klare Mehrheit ist "weniger" (32) oder "gar nicht" (28) zufrieden. Wieder sind es die FPÖ-Wähler, unter denen nur zehn Prozent zufrieden, aber 90 Prozent unzufrieden sind.

Regierung nur Passagier

Grün-Wähler sind übrigens nur minimal unzufriedener als Wähler von ÖVP und Neos (zwischen 54 und 60 Prozent), während die Sozialdemokraten (78 Prozent) auch dieses Ranking anführen. Vermutlich verstehen die Wähler, dass die Bundesregierung in der Iran-Krise nur Passagier ist, so Hajek. Insbesondere aufgrund des engen Budgetkorsetts seien die Handlungsmöglichkeiten schwer eingeschränkt.

Doch es gibt einen Vorteil: Die Bevölkerung kann sich nicht wirklich auf eine Alternativkoalition einigen. Und der stimmenstärksten FPÖ werden kaum Kompetenzen außerhalb von Migration und Integration zugetraut. Die Daten zeigen also, dass sich die FPÖ auf dem Polster nicht ausruhen kann.

{title && {title} } red, {title && {title} } 27.03.2026, 05:30
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