Schock nach Amokfahrt

"Gehirnwäsche": Jetzt spricht Vater des CSD-Terroristen

Der Vater des mutmaßlichen Berlin-Attentäters Abdul B. spricht erstmals über seinen Sohn. "Er wurde einer Gehirnwäsche unterzogen", sagt er.
Newsdesk Heute
26.07.2026, 22:45
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Nach der tödlichen Amokfahrt beim Berliner CSD mit einer Toten und mindestens 29 Verletzten hat der Vater des mutmaßlichen Täters Abdul B. dem "Spiegel" ein Interview gegeben. Das Gespräch wurde geführt, bevor der 21-Jährige am Sonntagabend bei einem SEK-Einsatz in Berlin-Spandau erschossen wurde.

Laut seinem Vater lebte Abdul B. mit seiner Mutter und zwei seiner drei Schwestern in Berlin-Tiergarten. Nach der zehnten Schulstufe habe er keinen festen Job gefunden, sondern nur gelegentlich "zum Beispiel als Sicherheitsmitarbeiter oder als Fahrer" gearbeitet. Stattdessen habe er viel Zeit am Handy oder vor dem Fernseher verbracht und oft bis zum Nachmittag geschlafen.

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"Er wurde einer Gehirnwäsche unterzogen"

Nach der Bluttat sagt der 64-Jährige: "Er wurde einer Gehirnwäsche unterzogen." Zugleich betont er: "Wir sind Schiiten. Wir unterstützen den Islamischen Staat (IS) nicht." Sein Sohn habe die Sunniten "geliebt", ihm aber auf Nachfrage versichert, den IS für "schlecht" zu halten. Für Streit habe vor allem das Aussehen des 21-Jährigen gesorgt. "Ich habe ihm nicht erlaubt, einen langen Bart zu tragen", erzählt der Vater.

Die Schwestern von Abdul B. würden zwar Hidschab tragen, seien aber "nicht extrem religiös". Seit der Tat würden sie nur noch weinen. "Seine Mutter dreht durch, auch ich habe nicht geschlafen und nichts gegessen, seit ich die Nachricht gehört habe", schildert der 64-Jährige.

Das letzte Telefonat mit seinem Sohn habe am Samstag stattgefunden. "Er hat mich angerufen und wir haben ganz normal gesprochen, wie jeden Tag. Er sagte, dass er mich vermisst und er sich wünschte, jetzt mit uns im Libanon zu sein." Laut "Spiegel" soll die Gartenlaube in Berlin-Spandau, in der Abdul B. später vom SEK gestellt wurde, seinem Vater gehört haben.

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