FPÖ-Chef Herbert Kickl geht auf Konfrontationskurs mit der Bundesregierung. In einem Facebook-Posting attackiert der Freiheitlichen-Chef vor allem die SPÖ, spart aber auch nicht mit Kritik an der ÖVP. Seine Ankündigung: Die Freiheitlichen wollen einen Misstrauensantrag gegen die gesamte Regierung einbringen.
Im Mittelpunkt seiner Kritik stehen die Sozialdemokraten. Kickl wirft der Partei vor, sich mehr mit sich selbst als mit den Problemen der Menschen in Österreich zu beschäftigen. "Die SPÖ versinkt im Chaos und zieht ganz Österreich mit hinunter!", schreibt der FPÖ-Chef am Dienstag auf Facebook.
Statt Lösungen für die Bevölkerung zu erarbeiten, würden bei den Sozialdemokraten laut Kickl interne Konflikte, persönliche Interessen und die Zukunft der Parteiführung im Vordergrund stehen.
Besonders scharf fällt seine Wortwahl bei der Beschreibung der SPÖ aus. "Die SPÖ ist nichts Anderes als eine Rehaklinik für gescheiterte linke Träumer und Sesselkleber", poltert der Chef der Freiheitlichen.
Für Kickl steht fest, dass eine Partei, die ihre internen Schwierigkeiten nicht bewältigen könne, auch nicht geeignet sei, Regierungsverantwortung zu tragen.
Doch nicht nur die SPÖ gerät ins Visier des FPÖ-Chefs. Auch die Volkspartei greift Kickl an. Er wirft der ÖVP vor, die Situation bei den Sozialdemokraten hinzunehmen, solange sie selbst weiterhin Teil der Regierung bleiben könne.
Aus Sicht des Freiheitlichen-Chefs ist die schwarz-rot-pinke Koalition damit nicht mehr in der Lage, das Land voranzubringen.
Kickl belässt es nicht bei verbalen Angriffen. In seinem Posting kündigt er auch einen konkreten parlamentarischen Schritt an: Die FPÖ will einen Misstrauensantrag gegen die gesamte Bundesregierung einbringen.
Damit richtet sich die angekündigte Initiative nicht nur gegen einzelne Regierungsmitglieder, sondern gegen das gesamte Kabinett.
Seinen Beitrag beendet Kickl mit einer deutlichen Kampfansage: "Schluss mit dem roten Chaos und der schwarz-rot-pinken Stillstandsregierung!"