Mit der offiziellen Vorstellung der neuen Honor Magic8-Serie in China will der Hersteller Honor die Messlatte für Premium-Smartphones erneut höher legen. Nach dem Erfolg der Magic7-Reihe setzt das Unternehmen nun auf konsequente Integration künstlicher Intelligenz (KI), die nicht nur die Leistung und Kameraqualität, sondern auch den gesamten Nutzeralltag verändern soll. Besonders das Honor Magic8 Pro steht dabei im Mittelpunkt – als technologisches Aushängeschild mit neuer Architektur, verbessertem Kamerasystem und einem noch engeren Zusammenspiel zwischen Hardware und Software.
Eine der auffälligsten Neuerungen ist die KI-Taste, die laut Honor das Benutzererlebnis deutlich vereinfachen soll. Mit ihr können Nutzer etwa per Doppelklick die Funktion "KI-Erinnerungen" aktivieren, die Inhalte auf dem Bildschirm analysiert und automatisch in einer Wissensdatenbank speichert. So lassen sich Informationen aus Texten oder Webseiten später leichter abrufen. Die Taste kann zudem frei belegt werden – etwa um die Kamera zu öffnen oder häufig genutzte Funktionen zu starten.
Besonderes Augenmerk legt Honor in der Magic8-Serie auf die Kamera. Das Unternehmen spricht von einer "Ultra-Nacht-Tele-Fotografie", die mithilfe von KI selbst bei schlechten Lichtverhältnissen stabile und detailreiche Aufnahmen ermöglichen soll. Das Herzstück bildet ein neues 200-Megapixel-Teleobjektiv mit großem Sensor (1/1,4 Zoll) und einer lichtstarken Blende von f/2.6. Ergänzt wird das System durch eine verbesserte Anti-Verwacklungs-Technologie, die dank adaptiver KI-Stabilisierung selbst bei Freihandaufnahmen eine hohe Schärfe garantieren soll.
Honor verspricht eine bis zu siebenfach höhere Erfolgsquote bei Teleaufnahmen ohne Hilfsmittel – ein Wert, der bei Smartphone-Fotografie durchaus bemerkenswert wäre. Ein weiteres Highlight der neuen Serie ist die Magic Color Engine, ein KI-gestütztes Farbmanagement-System, das laut Honor bis zu 16,77 Millionen Farben intelligent erkennen und verarbeiten kann. Die Besonderheit liegt in der Kombination von Geräte- und Cloud-Verarbeitung, wodurch Farbverläufe und Lichtverhältnisse noch realistischer dargestellt werden sollen.
Anwender können eigene Filmstile erzeugen oder professionelle Farbanpassungen direkt im Kameramodus durchführen, hieß es bei der Vorstellung. Unter der Haube arbeitet die Magic8-Serie mit dem neuen Snapdragon 8 Elite Gen 5, Qualcomms aktuellem High-End-Chip, der für die Kombination aus Energieeffizienz und Spitzenleistung entwickelt wurde. Honor setzt dabei auf eine GPU-NPU-Architektur, die für KI-basierte Aufgaben optimiert wurde. Diese soll nicht nur die Bildverarbeitung beschleunigen, sondern auch beim Gaming Maßstäbe setzen. So kann das System Spiele mit niedriger Auflösung hochskalieren und flüssigere Bildraten erzeugen.
Ein weiteres zentrales Merkmal ist das Power-Management, das laut Honor auf drei eigens entwickelten Chips basiert. Diese sollen mithilfe von KI die Temperatur, Spannung und Akkugesundheit permanent überwachen. Das Magic8 Pro unterstützt 120-Watt-Schnellladen über Kabel und 80 Watt kabellos – Werte, die in der Branche zur oberen Liga zählen. Laut Hersteller soll der Akku auch bei intensiver Nutzung den ganzen Tag über halten und sich in nur wenigen Minuten wieder deutlich aufladen lassen. Wie groß der Akku hierzulande ausfallen wird, ist indes noch unklar, da Richtlinien die China-Mega-Akkus verhindern.
Mit MagicOS 10 erhält die Serie ein überarbeitetes Betriebssystem, das stärker auf Cross-Device-Integration setzt. Nutzer sollen Dateien und Aufgaben künftig nahtlos zwischen Android-, Windows-, iOS- und HarmonyOS-Geräten austauschen können.
Auch beim Design wurde nachgeschärft: Transparente Elemente, dynamische Lichtanpassungen und weichere Animationen sollen das visuelle Erlebnis verfeinern. Ziel ist laut Honor ein minimalistisches, fließendes Interface, das sich flexibel anpasst.
Neben den technischen Neuerungen will Honor auch bei der Haltbarkeit punkten. Die Geräte sind nach IP68/69/69K gegen Staub, Wasser und hohe Temperaturen geschützt. Zudem sollen sie eine zehnfache Sturzfestigkeit nach SGS-Standard bieten. Während die neue Serie bereits in China vorgestellt wurde, steht ein Starttermin für den europäischen Markt noch aus. Interessierte können sich über einen Newsletter von Honor informieren, um Details zu Preisen und Verfügbarkeit zu erfahren.