In Indonesien wurde ein 40-jähriger Mann festgenommen, weil er verdächtigt wird, seine Schwiegermutter mit Satay-Spießen, die mit Rattengift versetzt waren, getötet zu haben. Laut Polizei bestellte Purwadi Wahyudi am 18. Mai Hühner-Satay-Spieße, tauchte diese in giftige Chemikalien und ließ sie per Boten an die 57-jährige Frau liefern.
Der Mann soll das Motiv gehabt haben, sich von seiner Schwiegermutter missachtet gefühlt zu haben. Um von sich abzulenken, versuchte er, seine Schwägerin zu belasten, die die Leiche der Frau am nächsten Tag im Haus in Zentraljava fand.
Purwadi wurde als Verdächtiger festgenommen, eine förmliche Anklage steht aber noch aus. In Indonesien kann auf Mord die Todesstrafe oder mindestens 20 Jahre Haft folgen.
Die Familie informierte die Polizei erst nach dem Begräbnis, da sie Zweifel am natürlichen Tod der Frau hatte. Die jüngste Tochter des Opfers berichtete den Ermittlern, dass ihre Mutter am Tag vor ihrem Tod eine Satay-Lieferung von einer unbekannten Person erhalten hatte. Sie habe ihrer Mutter geraten, das Essen nicht anzurühren.
Eine Nachbarin sagte zudem aus, dass sie tote Hühner in der Nähe des Hühnerstalls der Verstorbenen gesehen habe. Nach einer Exhumierung stellte die Gerichtsmedizin fest, dass in mehreren Organen der Frau Spuren von Gift nachweisbar waren.
Laut der örtlichen Polizei hatte der mutmaßliche Täter die Tat genau geplant. Er gab sich auf einer Liefer-App als seine Schwägerin aus und benutzte deren Foto und Namen für das Konto. Der Lieferant wurde stutzig, weil er eine Frau erwartete. Auch der Verkäufer der Satay-Spieße bemerkte, dass die Verpackung bei der Lieferung an das Opfer verändert worden war.