Mikl-Leitner mit Ansage

"Gleicher Lohn braucht Fairness statt Zettelwirtschaft"

Landeshauptfrau Mikl-Leitner kritisiert das Vorgehen von Arbeitsministerin Schumann bei der Umsetzung der EU-Lohntransparenzrichtlinie.
Niederösterreich Heute
07.06.2026, 17:24
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Johanna Mikl-Leitner kritisiert das Vorgehen von Arbeitsministerin Korinna Schumann bei der Umsetzung der EU-Lohntransparenzrichtlinie. "Während unsere Betriebe bereits unter einer Vielzahl an Vorschriften und Dokumentationspflichten leiden, hält die SPÖ-Sozialministerin an einer überschießenden Umsetzung der EU-Entgelttransparenz-Richtlinie fest. Mehr Formulare, mehr Berichte und mehr Verwaltungsaufwand bringen uns dem Ziel 'Gleicher Lohn für gleiche Arbeit' keinen Zentimeter näher. Gleicher Lohn braucht Fairness statt Zettelwirtschaft", betont Mikl-Leitner.

Die Landeshauptfrau warnt davor, Unternehmen mit noch mehr Berichtspflichten zu belasten. "Unsere Betriebe brauchen größere unternehmerische Freiräume, statt die kurze Leine der Sozialministerin, um Arbeitsplätze zu schaffen und wettbewerbsfähiger zu werden", so Mikl-Leitner.

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"Brauchen weniger Berichtspflichten"

Daher fordert sie eine deutliche Reduktion der Berichtspflichten auf europäischer Ebene. "Ein Drittel dieser Berichtspflichten kann man streichen, und ich bin überzeugt, sie werden niemandem fehlen. Daran muss auch von der SPÖ-Arbeitsministerin gearbeitet werden. Wir brauchen weniger Berichtspflichten und mehr Hausverstand."

Wie berichtet, arbeitet die Bundesregierung arbeitet an der Umsetzung der EU-Lohntransparenzrichtlinie. Arbeitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) hat am Samstag einen entsprechenden Gesetzesentwurf in die politische Abstimmung geschickt.

Ein wichtiger Punkt sind dabei die Einkommensberichte von Unternehmen. Dem Entwurf zufolge sollen diese erst ab 100 Beschäftigten verpflichtend werden. Unternehmen mit 100 bis 249 Mitarbeitern müssten die Berichte alle drei Jahre erstellen, Betriebe ab 250 Mitarbeitern jährlich.

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