Über zwei Jahrzehnte lang war Moderator Alfons Haider die Stimme des Wiener Opernballs. Jetzt blickt er zurück – in einem Clip auf Instagram erzählt er von drei Stargästen, die ihm besonders in Erinnerung geblieben sind.
Ganz oben in Haiders persönlichem Stargast-Ranking steht die italienische Schauspielerin Sophia Loren. 1995 wurde sie von Baumeister Richard Lugner in die Staatsoper eingeladen –und war damit Haiders allererster Gast. An die Begegnung mit der Film-Diva am Anfang seiner Opernball-Tage, erinnert er sich bis heute: Sophia hat seine Hand gehalten und gesagt: "Alfonso, don’t be nervoso".
Nervös wurde er ein Jahr später, als Grace Jones beinahe seinen Ruf als Sprachentalent zerstörte. Die Stil-Ikone, die 1996 in der Lugner-Loge Platz nahm, brachte den Moderator zum Schwitzen. "Sie war schon in einem sehr freundlichen, offenen Zustand," erinnert er sich. Als Jones sagte "I would love to make love to my boyfriend", übersetzte Haider das mit "Grace Jones möchte mit ihrem Verlobten Händchen halten" – wobei sie weit mehr im Sinn hatte.
Ein sprachliches Dilemma, das ihm bis heute in Erinnerung geblieben ist: "Da haben mich dann die Zeitungen gekillt, weil ich nicht Englisch kann, aber stellen Sie sich vor, ich hätte das übersetzt," so Haider auf Instagram. "Grace Jones hat mich fast ruiniert," fasst er das Ganze zusammen. Dennoch landet sie heute unter seinen drei liebsten Stargästen.
Der dritte und letzte Ehrenplatz geht an das amerikanische It-Girl Paris Hilton – Stargast im Jahr 2007. Diese "hat uns wahnsinnig überrascht," so Haider. Die Sympathie scheint auf Gegenseitigkeit beruht zu haben, denn Hilton hat eine Dreiviertelstunde bei Haider in der Mittelloge verbracht.
Auch wenn Haider in seinen 24 Jahren Opernball-Erfahrung zahlreiche Stargäste traf, sind es Sophia Loren, Grace Jones und Paris Hilton, die dem Moderator bis heute am eindrucksvollsten in Erinnerung geblieben sind.