Die 13.000-Einwohner-Stadt Muggia in der Nähe von Triest ist Schauplatz eines grausamen Verbrechens geworden. Eine 55-Jährige wurde wegen des Verdachts des Mordes an ihrem eigenen Kind (9) festgenommen. Sie soll dem Burschen mit einem Küchenmesser die Kehle aufgeschlitzt haben, berichtet die italienische Zeitung "Corriere della Sera".
Aufmerksam auf die Bluttat wurden die Behörden durch den Vater des Buben. Dieser hatte das Sorgerecht für das Kind. Der Junge durfte seine Mutter jedoch regelmäßig besuchen, so auch an jenem Tag.
Als der Sohn dann aber nicht wie abgemacht am Mittwochabend gegen 21:00 Uhr zurückgebracht wurde, schlug der Vater Alarm. Nachdem die 55-Jährige nicht auf seine Anrufe reagiert hatte, wählte der Mann den Notruf.
Als die Polizeikräfte an der Adresse der Frau eingetroffen waren, fanden sie den Buben mit schweren Schnittverletzungen im Badezimmer. Für ihn kam jede Hilfe zu spät. Auch die 55-Jährige wies Schnittverletzungen auf, die sie sich jedoch selbst zugefügt haben soll.
Die Frau wurde festgenommen. Es wird berichtet, dass sie sich zuvor bereits in psychiatrischer Behandlung befunden habe. Laut dem Bürgermeister der Kleinstadt, Paolo Polidori, sei die Familie vom Sozialdienst betreut worden. Für ein derartiges Verbrechen habe es jedoch keine Anzeichen gegeben.