In der Schweiz

Grazer Arzt sitzt nach schweren Vorwürfen in U-Haft

Ein Grazer Internist sitzt in Zürich in Untersuchungshaft. Ihm werden Missbrauch von Patientinnen und heimliche Videoaufnahmen vorgeworfen.
Österreich Heute
24.07.2026, 19:40
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Schwere Vorwürfe gegen einen Grazer Internisten: Der 65-Jährige sitzt seit Anfang Juli in Zürich in Untersuchungshaft. Die Schweizer Behörden ermitteln wegen des Verdachts auf Missbrauch von Patientinnen und heimliche Videoaufnahmen in seiner Praxis.

Mindestens acht Opfer

Auslöser der Ermittlungen war ein Rechtshilfeersuchen der Schweizer Justiz, das im Herbst 2025 bei den Grazer Behörden eingelangt ist. Laut den bisherigen Ermittlungen soll der Arzt mindestens acht Patientinnen – darunter eine Minderjährige – sediert, missbraucht und während Untersuchungen heimlich gefilmt haben.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Der Mediziner besitzt Praxen in Graz und in der Schweiz. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe wurde ihm die Berufsausübung untersagt.

Kameras in Alltagsgegenständen versteckt

Bei dem Internisten wurden mehrere Datenträger sichergestellt. Darauf sollen sich Aufnahmen befinden, auf denen weitere bislang nicht identifizierte Opfer zu sehen sind. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Arzt bereits seit 2012 heimliche Aufnahmen angefertigt haben könnte.

Laut einem Bericht der "Kronen Zeitung" soll der Mediziner trotz des Berufsverbots weiterhin in der Schweiz praktiziert haben. Eine Ermittlerin soll sich demnach als Patientin ausgegeben haben, um Beweise zu sammeln. Diese Darstellung wurde von der Zürcher Staatsanwaltschaft nicht offiziell bestätigt.

Behörden arbeiten zusammen

Die Zürcher Staatsanwaltschaft bestätigte gegenüber dem ORF Steiermark, dass der Österreicher seit Anfang Juli in Untersuchungshaft sitzt. Ihm wird unter anderem Schändung sowie die Verletzung des Geheim- oder Privatbereichs durch Aufnahmegeräte vorgeworfen.

Die Ermittlungen laufen weiter. Die Behörden in Zürich und Graz stehen dabei in engem Austausch. Für den Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.

{title && {title} } red, {title && {title} } 24.07.2026, 19:40