Die Grazer SPÖ hat nach deutlichen Verlusten bei der Gemeinderatswahl Konsequenzen gezogen. Parteichefin Doris Kampus gab am Montagabend im Parteivorstand ihren sofortigen Rücktritt bekannt.
Kampus wird zudem ihr Mandat im Gemeinderat nicht annehmen. Hintergrund ist das schlechteste Wahlergebnis, das die Partei jemals in Graz erzielt hat.
Zum geschäftsführenden Vorsitzenden wurde vorerst Hannes Schwarz, Klubobmann der SPÖ im Landtag, gewählt. Er kündigte an, die Partei organisatorisch und politisch neu aufstellen zu wollen.
"Dass Klubobmann Hannes Schwarz in dieser schwierigen Übergangsphase die Führung übernimmt, ist nicht selbstverständlich. Die heutige Vorstandssitzung zeigt, dass er den Rückhalt der Grazer Stadtpartei hat, um die notwendigen Entscheidungen zu treffen, einen tiefgreifenden Erneuerungsprozess einzuleiten und das gemeinsame Ziel einer grundsätzlichen Neuaufstellung zu erreichen. Die Landespartei wird ihn auf diesem schwierigen, aber notwendigen Weg voll unterstützen", so der steirische SPÖ-Chef Max Lercher.
Und weiter: "Gleichzeitig danke ich Doris Kampus für ihre Arbeit. Dass sie nach dem Wahlergebnis die Konsequenzen zieht und den Weg für einen Neustart freimacht, verdient Respekt und Anerkennung", so Lercher.
Bis Mitte der Woche sollen weitere Gremiensitzungen stattfinden, um das weitere Vorgehen der Grazer SPÖ zu besprechen. Die Partei hat sich bereits festgelegt, in die Opposition zu gehen.