Wer als Kind davon geträumt hat, einmal durch das Dorf der Schlümpfe zu spazieren, kann jetzt seinen Traum Wirklichkeit werden lassen. In Traiskirchen (Baden) entstand auf dem Gelände des ehemaligen Semperit-Werks eine riesige Schlumpfwelt.
Bis zu 500 Besucher können hier ab kommenden Samstag gleichzeitig in die Welt der kleinen blauen Kultfiguren eintauchen.
Ob Schlaubi Schlumpf, Fauli, Schlumpfine oder Bösewicht Gargamel: Auf 4.000 Quadratmetern dreht sich alles um die beliebten Comicfiguren aus Belgien. Die riesigen Leinwände im Hintergrund wurden von Künstlerin Astrid Gruber eigens gemalt. Sie sollen eine optische Tiefenwirkung erzeugen und das Schlumpfdorf noch lebendiger erscheinen lassen.
Dabei ist ausdrücklich nicht nur Zuschauen angesagt: Kinder dürfen angreifen, ausprobieren und nach Herzenslust spielen. Vom Flugzeug-Karussell über Geschicklichkeitsspiele im Wasserpark bis zum riesigen Bällebad und dem Schlumpf-Autodrom ist für jede Menge Abwechslung gesorgt.
Ein besonderes Highlight ist Schlumpfines Salon. Dort können sich kleine Besucher blaue Kunsthaar-Strähnen von Mitarbeitern einflechten lassen, Zöpfe bekommen oder sich mit Glitzertattoos verschönern. Dafür stehen einige der insgesamt 20 Mitarbeiter bereit. Die Tattoos, Haarsträhnen und Karussellfahrten sind übrigens im Preis (ca. 20 € pro Erwachsenen, ca. 30 € pro Kind) inklusive.
Während die Kinder durch die Schlumpfwelt tollen, können sich Mama und Papa im Gastro-Bereich eine Auszeit gönnen und bei Popcorn und Softdrinks entspannen. Und auch auf der Bühne ist einiges los: Im Schlumpftheater sorgen Schlumpfine, Papa Schlumpf und andere Schlümpfe immer wieder mit Tanzeinlagen für Unterhaltung.
Die ersten kleinen Besucher durften die Erlebniswelt bereits vor der Fertigstellung testen. Darunter war auch der Sohn von Geschäftsführer Marco Chyba, der das Schlumpfdorf schon vor der Eröffnung kommenden Samstag, am 24. Oktober, erkunden durfte.
"Ich wollte einen Ort schaffen, wo Kinder ihren Spaß haben und mit den Händen auch Schaumstoffklötze angreifen oder im Wasserpark Geschicklichkeitsspiele versuchen können, während Eltern sich daneben im Gastro-Bereich ausruhen und Popcorn essen können", erzählt Chyba.
Im April 2026 starteten die Bauarbeiten in Traiskirchen, mittlerweile ist die Schlumpfwelt fürs Erste fertig. Doch der Geschäftsführer hat noch einiges vor: In mehreren derzeit noch leeren Schlumpfhäusern sollen weitere Attraktionen entstehen.
Besonders wichtig ist Chyba die Optik. Statt sich an den modernen, dreidimensionalen Kinofilmen zu orientieren, setzt er bewusst auf die klassischen Schlümpfe aus den alten Comics.
Dafür steht das Unternehmen in ständigem Austausch mit der Peyo Group, die von der Tochter des ursprünglichen Schlumpf-Schöpfers, Pierre Culliford (genannt Peyo), geführt wird.
Auf die Frage, welcher Schlumpf dem Geschäftsführer besonders gut gefällt, antwortet dieser: "Mir gefällt Torti Schlumpf sehr. Ich mag nach Tagesverfassung aber auch immer einen anderen."
Allerdings hat er selbst längst einen anderen Spitznamen bekommen. Weil er als Geschäftsführer oft das letzte Wort hat, nennen ihn seine Mitarbeiter immer wieder "Papa Schlumpf". Ganz freiwillig ist er damit aber offenbar nicht zum Ober-Schlumpf geworden.