Unerbittliche Teuerung: Auch am Oktoberfest steigen die Bierpreise erneut. Besucher zahlen heuer bis zu 15,90 Euro pro Maß. Alkoholfreie Getränke werden ebenfalls teurer.
Beeindruckende Zahlen: Im vergangenen Jahr waren rund 6,7 Millionen Menschen bei der Großveranstaltung. In Summe wurden etwa 6,5 Millionen Maß Bier konsumiert. Heuer findet das Fest von 19. September bis 4. Oktober statt.
Die anhaltend hohe Inflation und damit die gesunkene Trinklaune spürt eine Branche besonders: Der Absatz von Säften, Nektaren, fruchthaltigen Getränken und gespritzten Saftprodukten ging 2025 in Österreich um zirka zwölf Prozent zurück. Das belegen Zahlen des zuständigen Verbandes.
Die Einbußen spürt auch der Produzent Eckes-Granini mit Sitz in St. Florian (Bez. Linz-Land), bekannt für die Marken Pago, Yo und Hohes C: "Das Getränkeverhalten verändert sich. Unser größter Konkurrent ist die Wasserleitung", berichtet Geschäftsführerin Irina Sonnleitner in den "Oberösterreichischen Nachrichten".
Was die Lage zusätzlich verschärft, sind die Probleme am Rohstoffmarkt. Vor allem die Preise für Orangen haben in den vergangenen Jahren deutlich zugelegt. Wichtigster Produzent von Saftkonzentrat aus den Früchten ist Brasilien. Dort kam es zu Ausfällen wegen Wetterextremen und der Krankheit Citrus Greening, die die befallenen Bäume absterben lässt.
Auf den geänderten Konsum und die Zurückhaltung reagiert das Unternehmen mit einer breiteren Auswahl: Hohes C etwa gibt es jetzt auch als "Vitamin Water" – Elektrolyte werden zugesetzt, Zucker weggelassen.
Und: Unter der Marke "Yo" wird ein Cocktailsirup für Mojito und Aperitif auf den Markt kommen. "Viele Konsumenten wünschen sich nicht-alkoholische Alternativen", sagt Marketingleiterin Sandra Grünberger. Mit "Pago"-Fruchtsäften im Tetrapack wiederum wird die Präsenz im Handel ausgebaut.
Eckes-Granini hat im abgelaufenen Geschäftsjahr rund 115 Millionen Euro umgesetzt. Diesen Wert zu halten, ist für heuer das Ziel. Der Betrieb verkauft jährlich 31,6 Millionen Getränkeeinheiten in Österreich.