Dramatische Szenen in Kirchberg am Wechsel im Bezirk Neunkirchen: Gegen 23.30 Uhr gingen in der Nacht auf Freitag gleich mehrere Notrufe bei der Feuerwehr ein. In Kirchberg/Au stand ein landwirtschaftliches Anwesen in Vollbrand.
Schon auf der Anfahrt war der Feuerschein kilometerweit zu sehen. Als die ersten Helfer der Feuerwehr Kirchberg am Wechsel eintrafen, bot sich ihnen ein schreckliches Bild: Das Wirtschafts- und das Stallgebäude standen bereits komplett in Flammen.
Insgesamt wurden zehn Feuerwehren alarmiert. Rund 180 Feuerwehrleute kämpften gegen die Flammen. Auch zwei Großtanklöschfahrzeuge und ein Hubrettungsgerät wurden zur Einsatzstelle beordert.
Durch die enorme Hitze und den starken Funkenflug griff das Feuer auch auf Teile des Dachstuhls des Wohnhauses über. Der Besitzer konnte einige Kühe und Kälber noch ins Freie treiben. Für zahlreiche Tiere kam aber jede Hilfe zu spät. Mehrere Kühe und Kälber verendeten in den Flammen. Menschen wurden jedoch nicht verletzt.
Die Feuerwehr startete einen massiven Löschangriff von mehreren Seiten. Löschwasser kam aus dem Hydrantennetz, aus einem Bach und über einen Tankwagen-Pendelverkehr. Zur Zerteilung des Brandguts wurde ein Unimog mit Kran angefordert.
Nach rund drei Stunden konnten erste Feuerwehren wieder einrücken. Die Nachlöscharbeiten dauern aber noch bis zum Vormittag an. Der Rettungsdienst war mit mehreren Fahrzeugen vor Ort, auch die Polizei stand im Einsatz. Warum das Feuer ausbrach, ist noch unklar. Die Polizei ermittelt jetzt die Brandursache.