Nach dem WM-Aus gegen Spanien (0:3) wurden die Emotionen bei Christoph Baumgartner sichtbar. Der ÖFB-Teamspieler, der das Turnier wegen einer Verletzung verpasst hatte, konnte seine Tränen nach dem Schlusspfiff nicht zurückhalten.
Im Interview bei ServusTV sprach Baumgartner zunächst über das Abschneiden der österreichischen Nationalmannschaft. Dann brach dem 26-Jährigen plötzlich die Stimme weg.
"Ich habe das Turnier leider nicht so miterleben dürfen, wie ich es mir gewünscht hätte", sagte der Leipzig-Legionär sichtlich bewegt, ehe ihm die Tränen kamen.
Baumgartner hatte sich bereits am 1. Juni beim Aufwärmen vor dem letzten Testspiel gegen Tunesien schwer am Oberschenkel im Adduktorenbereich verletzt und musste die WM als Zuschauer verfolgen.
Trotzdem reiste er mit dem ÖFB-Team in die USA und unterstützte seine Mannschaft während des gesamten Turniers. Während seiner Reha war er regelmäßig im Mannschaftskreis dabei und feuerte seine Teamkollegen sogar von der Seitenlinie aus an.
Sportlich war für Österreich im Sechzehntelfinale gegen Topfavorit Spanien Endstation. Dennoch blickte Baumgartner nach den ersten emotionalen Minuten auch positiv auf die vergangenen Wochen zurück.
"Es war trotz allem eine tolle Erfahrung", sagte der Offensivspieler und fand kurz darauf bereits wieder ein Lächeln.
Gleichzeitig richtete er den Blick nach vorne. "Wir werden das aufarbeiten und stärker zurückkommen. In zwei Jahren haben wir eine EURO und in vier Jahren wieder eine WM – darauf freue ich mich", erklärte Baumgartner kämpferisch.