Hollywood lässt grüßen! Mit einem dramatischen 3:3 gegen Algerien gelang Österreich in letzter Sekunde der Aufstieg ins WM-Sechzehntelfinale. Sasa Kalajdzic köpfelte tief in der Nachspielzeit zum Ausgleich ein – bei einer Niederlage hätte das ÖFB-Team die Koffer packen müssen.
Kalajdzic, heuer Double-Sieger mit dem LASK, sprintete nach seinem Goldtor Richtung Fantribüne, Mitspieler und Betreuer stürzten sich auf den Zwei-Meter-Mann, tätschelten ihn im Gesicht.
"Ich glaube, ich habe 500 Watschen kassiert. Ich muss schauen, ob ich mit dem Doc jetzt ins Spital fahren muss, um eine mögliche Gehirnerschütterung zu prüfen", grinste Kalajdzic nach dem Schlusspfiff.
Der 28-Jährige kam erst wenige Sekunden vor seinem großen Auftritt ins Spiel. "Ich weiß gar nicht, was passiert ist. Es ist so schnell gegangen. Wir haben das 2:3 bekommen und wir waren gefühlt in Schockstarre. Dann braucht es nur ein Tor, es ist gekommen. Das Happy End ist unglaublich."
Nach dem 3:3-Wahnsinn von Kansas City haben die ÖFB-Stars nun Blut geleckt. Michael Gregoritsch, der den Assist zum Kalajdzic-Treffer gab, jubelte im ORF-Interview im Hinblick auf den Sechzehntelfinal-Knaller gegen Spanien: "Wir haben es gesehen: Es gibt Wunder!"