Es passierte vergangenen Mittwoch um 18.40 Uhr in Linz auf der Stadlerstraße in Richtung Landwiedstraße: Ein 35-jähriger Pkw-Lenker wollte rückwärts einparken. Er setzte den Blinker und blieb vorerst stehen, um Wagen, die hinter ihm fuhren, vorbeizulassen.
Da kam der junge Radler und krachte ungebremst ins Heck des Autos. Der Aufprall war so heftig, dass sich der Teenager eine schwere Schnittwunde am Hals zuzog.
Die Verletzungen waren für das junge Unfallopfer tödlich. Das bestätigt Jürgen Hartl, sportlicher Leiter der Union Babenberg Linz-Süd, gegenüber den "OÖN". "Gestern haben wir die Nachricht bekommen, dass er gestorben ist."
David war an Unglücksabend auf dem Weg zum Training. Seine Vereinskollegen bekamen den Rettungseinsatz aus der Ferne mit. "Wir haben sogar noch die Rettung und den Notarzt mit Blaulicht vorbeifahren sehen, haben aber natürlich nicht geahnt, wer da drinnen liegt", sagt Hartl.
Seit etwa einem halben Jahr war der Teenager beim Verein. Hartl erinnert sich an ihn als "einen ganz braven Buben". Er sei immer im Training gewesen und habe sich mit allen gut verstanden.
In einem Facebook-Beitrag nimmt der Verein Abschied: "Du warst ein besonderer Mensch, immer für uns da, hast uns zum Lachen gebracht und unser Leben auf so viele Weisen bereichert." Davids Tod hinterlasse "eine unbeschreibliche Lücke".
Beim nächsten Heimspiel will die Union die gesamten Einnahmen an seine Familie spenden. "Wir werden mit Trauerflor spielen", sagt Hartl. Im Aufruf zur Unterstützung schreibt der Verein: "Es zählt kein Fußball, es zählt kein Erfolg, es zählt nur jede Minute, jeder Moment mit unseren liebsten Menschen."
Auch Davids Vater Tommy Gnichwitz bittet auf der Plattform GoFundMe um Hilfe: "Durch einen Verkehrsunfall wurde David viel zu früh und unerwartet aus dem Leben gerissen." Die Angehörigen sammeln für die Verabschiedung des 18-Jährigen. "Wir bedanken uns bei jedem, der einen kleinen Anteil zu einem würdevollen Abschied beitragen kann", heißt es im Aufruf.