Im Zuge der Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks kommt es zu einem deutlichen Einschnitt im TV-Angebot: Drei Sender werden zum Jahresende eingestellt. Wie ARD und ZDF am Mittwoch bekannt gaben, betrifft das die Programme tagesschau24, ONE und ARD alpha.
Der Schritt steht im Zusammenhang mit dem neuen Reformstaatsvertrag. Dieser verpflichtet die öffentlich-rechtlichen Sender dazu, ihr lineares Angebot zu verkleinern. Einige Programme bleiben jedoch bestehen – darunter der deutsch-französische Kultursender Arte, der Kinderkanal Kika sowie der Nachrichtenkanal Phoenix.
In den vergangenen Monaten hatten ARD und ZDF gemeinsam geprüft, welche Kanäle künftig weitergeführt werden sollen. Ziel der Neuordnung ist es, das Angebot zu bündeln und gleichzeitig Kosten einzusparen.
Fortgeführt werden sollen laut Mitteilung die drei bislang stärksten Angebote aus den Bereichen Information, Bildung, Dokumentation und junge Erwachsene. Sie bilden künftig die Grundlage für eine engere Zusammenarbeit der beiden Sendergruppen.
Auch die Markenstruktur wird angepasst: Künftig treten die Angebote unter den Namen Phoenix, Neo und Info auf – jeweils mit dem Zusatz "von ARD und ZDF".
Weitere Programme bleiben ebenfalls Teil der neuen Struktur. So sollen sowohl 3sat als auch das junge Online-Angebot Funk auch nach der Reform ab 2027 bestehen bleiben. Arte wird weiterhin als gemeinsamer deutsch-französischer Kultursender betrieben.
Die Verantwortung für einzelne Programme ist zwischen den beiden Sendern aufgeteilt: Beim ZDF liegen künftig 3sat, Neo und der Dokumentationskanal Info, während die ARD die Federführung bei Kika, Funk und Phoenix übernimmt.
Wie genau die neuen Strukturen im Detail aussehen sollen, wird derzeit noch ausgearbeitet. In den kommenden Monaten wollen gemeinsame Arbeitsgruppen von ARD und ZDF die zentralen Rahmenbedingungen für die künftige Zusammenarbeit festlegen.