Obwohl sich die USA gerade im Krieg mit dem Iran befinden, wird es rund um die sogenannten Epstein-Files nicht leise – ganz im Gegenteil. Eine Analyse des "Wall Street Journal" und des Senders CBS News sorgen aktuell für Aufregung.
Demnach verschwanden bis Ende Feber nämlich insgesamt 47.635 Dokumente aus den Ermittlungen zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein von der öffentlich zugänglichen Plattform. Einige von ihnen zumindest nur vorübergehend.
Seitens einer Sprecherin des US-Justizministeriums wurde gegenüber CBS News betont, dass man keine Dateien aus der Bibliothek gelöscht hätte. Einige Seiten seien lediglich zur weiteren Überprüfung vorübergehend offline gestellt worden. Ende der Woche sollen sie jedoch wieder abrufbar sein, wurde versichert.
Besonders brisant: Einige der Dokumente enthalten schwere Vorwürfe gegen US-Präsident Donald Trump. So verschwand beispielsweise die Aussage einer Frau aus dem Jahr 2019. Darin gab sie an, von Epstein sexuell missbraucht worden zu sein. Auch Trump warf sie sexuelles Fehlverhalten vor. Zudem sind noch drei weitere Berichte, in denen es um Trump geht, gesperrt.
Als die Dokumente damals veröffentlicht wurden, hieß es vom Ministerium, dass die Angaben in den Dokumenten nicht verifiziert seien. Dem FBI seien einige Vorwürfe gegen Trump erst kurz vor der Präsidentschaftswahl 2020 vorgelegt worden.
Sie wurden vom Justizministerium als "unbegründet und falsch" bezeichnet. Wären die Vorwürfe wahr, hätte man sie bereits früher gegen Trump eingesetzt, so die Schlussfolgerung des Justizressorts.