Ein schwerer Verkehrsunfall hat Mittwochmittag auf der A1 Westautobahn bei Ansfelden einen kilometerlangen Stau ausgelöst. Zwischen Traun und der Raststation Ansfelden krachten in Fahrtrichtung Wien ein Lkw, ein Reisebus und ein Wohnmobil ineinander. Die Autobahn musste im Bereich der Unfallstelle komplett gesperrt werden.
Besonders dramatisch war die Lage im völlig zerstörten Wohnmobil. Drei Personen befanden sich darin, zwei davon wurden bei dem heftigen Aufprall im Fahrzeug eingeklemmt. Einsatzkräfte der Feuerwehr Nettingsdorf sowie der Betriebsfeuerwehr Smurfit Westrock Nettingsdorf kämpften sich unter schwierigen Bedingungen zu den Verletzten vor. Nach etwa 30 Minuten konnten der Lenker und der Beifahrer aus dem Wrack befreit und an den Rettungsdienst übergeben werden.
Für die Versorgung der Verletzten stand ein Großaufgebot des Roten Kreuzes im Einsatz. Mehrere Notarztteams sowie der Notarzthubschrauber Christophorus 10 rückten zur Unfallstelle aus. Eine verletzte Person wurde mit Notarztbegleitung ins Krankenhaus gebracht, eine weitere per Hubschrauber abtransportiert. Insgesamt erlitten drei Insassen des Wohnmobils Verletzungen unbestimmten Grades.
Auch unter den Fahrgästen des Reisebusses gab es zahlreiche Verletzte. Nach ersten Angaben wurden zwölf Personen verletzt, 21 weitere kamen mit dem Schrecken davon. Insgesamt waren 33 Menschen im Bus unterwegs. Der Fahrer des beteiligten Lastwagens blieb unverletzt.
Polizei und ASFINAG sperrten die Unfallstelle ab und richteten Umleitungen ein. Während Rettungskräfte die Verletzten versorgten, begannen Feuerwehr und Abschleppdienste bereits mit den Bergungs- und Aufräumarbeiten. Die beschädigten Fahrzeuge mussten aufwendig geborgen werden.
Wegen der Totalsperre der Westautobahn Richtung Wien kam es über Stunden zu massiven Verkehrsbehinderungen. Die Ursache des schweren Auffahrunfalls wird derzeit noch ermittelt.