"Kein Euro Steuergeld"

Hacker kontert Rangnick im Streit um Nationalstadion

ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick beklagt Stillstand beim neuen Nationalstadion. Jetzt reagiert Wiens Sportstadtrat Peter Hacker auf die Vorwürfe.
28.10.2026, 12:38
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Der Streit um ein neues Nationalstadion in Wien geht in die nächste Runde! Nachdem ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick zuletzt mit deutlicher Kritik an den Verantwortlichen aufhorchen ließ, meldet sich nun Wiens Sportstadtrat Peter Hacker (SPÖ) zu Wort. Seine Botschaft: "Uns liegt bisher nichts Konkretes vor."

Rangnick hatte erst vor wenigen Tagen im ORF-Podcast "Das Gespräch mit Susanne Schnabl" erklärt, dass bereits mehrere Geldgeber für den Bau einer neuen Multifunktionsarena bereitstehen würden. "Wir haben reihenweise Investoren, die nur darauf warten, dass grünes Licht kommt", so der Deutsche.

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Laut Rangnick könnten drei bis vier Investoren das gesamte Projekt finanzieren. "Kein einziger Euro Steuergeld wird dafür benötigt", versicherte der Teamchef.

Rangnick beklagt fehlende Bereitschaft

Doch genau hier gehen die Darstellungen auseinander. Rangnick beklagte, dass trotz Gesprächen mit Bürgermeister Michael Ludwig und Sportstadtrat Hacker keine Fortschritte erzielt worden seien. "Es wird gar nicht zugelassen, dass wir an einen Punkt kommen, an dem wir sagen, es würde gehen", kritisierte der 68-Jährige.

Hacker hält nun dagegen. Nach Darstellung des Wiener Sportstadtrats fehlt es bislang an konkreten Plänen für das Projekt. Rangnicks Wunsch nach einem neuen Nationalstadion allein reicht demnach nicht aus, um den Bau voranzutreiben.

Neues Stadion im Prater?

Rangnick favorisiert weiterhin einen Neubau auf dem Gelände des Ernst-Happel-Stadions im Wiener Prater. Die gute Verkehrsanbindung und die Nähe zur Innenstadt machen den Standort für ihn besonders attraktiv.

Auch Einwände wegen des Denkmalschutzes hatte der ÖFB-Teamchef zuletzt zurückgewiesen. "Mit dem Kolosseum in Rom kann man es nicht ganz vergleichen", stichelte er in Richtung der Kritiker.

Ob und wann die von Rangnick ins Spiel gebrachte neue Arena tatsächlich Realität werden könnte, bleibt damit weiter offen. Während der Teamchef auf gesprächsbereite Verantwortliche hofft und mögliche Investoren ins Treffen führt, vermisst die Stadt Wien offenbar weiterhin ein konkretes Konzept, verfolgt allerdings auch keine eigenen Pläne.

red, Akt. 28.10.2026, 14:14, 28.10.2026, 12:38