Das steirische Schulzentrum B3 in Bruck an der Mur, zu dem eine Handelsakademie, eine Handelsschule und eine Bildungsanstalt für Elementarpädagogik gehören, wurde zum Ziel eines Cyberangriffs.
Eine Tätergruppe namens „Payload“ drang in das Computersystem ein und verschlüsselte große Mengen an Daten. Die Kriminellen forderten ein Lösegeld, um die Daten wieder freizugeben.
Die Schule und die zuständige Bildungsdirektion lehnten jedoch eine Zahlung ab. Nun wurden rund 52.000 Dateien, darunter persönliche Informationen, Prüfungsergebnisse und Schularzt-Fragebögen, im Darknet veröffentlicht.
Wie die "Kleine Zeitung" berichtet, sind mehrere Hundert der geleakten Dateien aus dem aktuellen Schuljahr.
Auch Maturaaufgaben könnten betroffen sein, da wirtschaftliche Prüfungsfragen direkt an den Schulen erstellt und auf den Servern gespeichert werden.
Die Bildungsdirektion betont, dass die Prüfung möglicher strafrechtlich relevanter Sachverhalte sowie die Nachverfolgung von Aktivitäten im Internet nicht in ihrer Zuständigkeit liegen. Die Ermittlungsbehörden wurden daher eingeschaltet.
Da auch besonders sensible Daten, wie etwa Kontonummern, vom Angriff betroffen sind, wurde die Datenschutzbehörde fristgerecht informiert. Das IT-System der Schule konnte inzwischen wiederhergestellt werden.