Ein gefährlicher Angriff erschütterte am Donnerstagnachmittag (22. Oktober) die Justizanstalt Graz-Karlau. Ein 33-jähriger Häftling attackierte einen gleichaltrigen Justizwachebeamten mit einer eigens präparierten Glasscherbe. Der Beamte erlitt dabei eine mittelschwere bis schwere Schnittverletzung am Hals.
Gegen 13.10 Uhr wurde der Justizwachebeamte über die Sprechanlage in die Zelle des 33-Jährigen gerufen. Der Insasse befindet sich im Maßnahmenvollzug. Als der Beamte die Zelle betrat, kam es kurz darauf zu der folgenschweren Attacke.
Der Häftling ging mit einer Glasscherbe auf den Beamten los. Besonders brisant: Die Scherbe war offenbar gezielt als Waffe präpariert worden. Ein Gummizug diente dabei als Griffschutz.
Obwohl der Justizwachebeamte eine Stichschutzweste trug, wurde er im Halsbereich verletzt. Die Schnittverletzung wurde als mittelschwer bis schwer eingestuft. Der 33-Jährige musste ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Weitere Justizwachebeamte konnten den Angreifer schließlich sichern und die Situation unter Kontrolle bringen. Warum der Häftling auf den Beamten losging, ist noch unklar. Das Landeskriminalamt Steiermark hat die Ermittlungen übernommen.