Siedlung hält zusammen

Haus weggesprengt – Nachbarn haben keinen Strom mehr

Nach der Gasexplosion in Floridsdorf kämpfen Anrainer mit den Folgen. Mehrere Häuser sind derzeit unbewohnbar.
Christian Tomsits
06.07.2026, 15:46
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Die Explosion, die in der Nacht ein Einfamilienhaus in Wien-Floridsdorf völlig zerstörte, betrifft auch die armen Anrainer rundherum. Während die Ermittlungen gegen den tatverdächtigen Pensionisten (93) laufen, kämpfen die Nachbarn mit den massiven Schäden an ihren Häusern. Glassplitter und Trümmerteile flogen bis in die Gärten, Fenster, Türen und Fassaden wurden durch die enorme Druckwelle in Mitleidenschaft gezogen.

Die Aufräumarbeiten dauern an, die Siedlung hält zusammen. Man hilft sich in schweren Zeiten, heißt es.  Zwar konnten die Wiener Netze die Stromversorgung und Gas-Versorgung in fast der gesamten Siedlung nach dem Großeinsatz rasch wiederherstellen. Doch in mehreren unmittelbar betroffenen Häusern funktioniert aufgrund der massiven Schäden der Hausstrom nicht mehr.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Mehrere Häuser sind laut "Heute"-Infos dadurch unbewohnbar. In drei Häusern (darunter das völlig zerstörte) blieb das Gas auch am Montag noch aus Sicherheitsgründen abgedreht, wie die Wiener Netze auf "Heute"-Anfrage erklären.

Suizidgedanken? Es gibt Hilfe!

In der Regel berichten wir nicht über Selbsttötungen oder entsprechende Versuche  – außer Suizide erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit.

Wenn du unter Suizidgedanken, Depressionen oder anderen Ausnahmesituationen leidest, bietet die Telefonseelsorge unter der Nummer 142 von 0-24 Uhr kostenlos und anonym schnelle Unterstützung.

Weitere Ansprechstellen für Betroffene:

Kriseninterventionszentrum Wien: 01/40 69 595
Rat auf Draht: 147
Weisser Ring - Verbrechensopferhilfe: 0800 / 112 112

Die verheerende Gas-Explosion ereignete sich in der Nacht auf Sonntag um 0:34 Uhr, riss die gesamte Nachbarschaft aus dem Schlaf. Ein riesiger Rettungs- und Feuerwehreinsatz folgte. Die Polizei geht von manipulierten Gasleitungen aus und ermittelt wegen des Verdachts der vorsätzlichen Gemeingefährdung gegen den schwer verletzten Verdächtigen (93), der unter den Trümmern gerettet werden konnte. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung, er liegt aktuell noch im künstlichen Koma. Insgesamt wurden sechs Anrainer leicht verletzt, mehrere Gebäude und auch geparkte Autos schwer beschädigt.

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