Nächste Firmenpleite im Burgenland: Über das Vermögen der Stahlbau Gerger GmbH mit Sitz in St. Michael wurde beim Landesgericht Eisenstadt die Eröffnung eines Konkursverfahrens beantragt. Das berichtet der Alpenländische Kreditorenverband AKV.
Das Familienunternehmen ist im Metall- und Stahlbau tätig. Zum Geschäft zählen insbesondere Metallkonstruktionen, Hallenbauten sowie tragende Konstruktionen für den Hochbau. Die Geschichte des Traditionsbetriebs reicht bis ins Jahr 1939 zurück.
Aktuell beschäftigt das Unternehmen neun Mitarbeiter. Von der Insolvenz sind nach den derzeit vorliegenden Unterlagen außerdem 74 Gläubiger betroffen. Wie hoch deren Forderungen insgesamt sind, ist derzeit noch nicht bekannt.
Als Gründe für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten werden mehrere Faktoren genannt. Demnach hätten sich die Folgen der Corona-Pandemie ebenso negativ ausgewirkt wie gestiegene Kosten und Aufträge, deren Kosten nur schwer kalkulierbar gewesen seien. Dazu kamen personelle Ausfälle bei wichtigen Schlüsselkräften.
Das Unternehmen verfügt laut den vorliegenden Angaben noch über Maschinen, Beteiligungen und weitere für den Betrieb notwendige Vermögenswerte. Wie viel davon tatsächlich verwertbar ist und wie die Vermögenslage im Detail aussieht, muss nun im Insolvenzverfahren geprüft werden.
Eine Fortführung des traditionsreichen Stahlbauunternehmens ist derzeit allerdings nicht darstellbar. Die Firma hat bereits einer möglichen Schließung zugestimmt. Damit dürfte es Aufgabe der Insolvenzverwaltung werden, vorhandenes Vermögen bestmöglich zu verwerten.
Ob für die 74 Gläubiger am Ende Geld übrig bleibt und mit welcher Quote sie rechnen können, lässt sich derzeit noch nicht abschätzen.