Die Heizsaison hat in vielen Haushalten bereits begonnen. Viele zittern dennoch, denn die Rechnungen könnten heuer besonders hoch ausfallen. Die neuesten Inflationszahlen der Statistik Austria zeigen, dass vor allem Haushalte mit Ölheizung deutlich tiefer in die Tasche greifen müssen.
Im September 2026 kostete Heizöl um satte 63,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Auch Gas, Fernwärme und feste Brennstoffe haben sich spürbar verteuert. Besonders bitter: Allein innerhalb eines Monats legten die Heizölpreise nochmals kräftig zu.
Wer mit Öl heizt, bekommt die Preissteigerungen besonders stark zu spüren. Im Vergleich zum September 2025 verteuerte sich Heizöl um 63,1 Prozent. Noch im August hatte der Preisanstieg gegenüber dem Vorjahr 48,1 Prozent betragen.
Auch kurzfristig ging es steil bergauf. Von August auf September stiegen die Heizölpreise um weitere 10,6 Prozent.
Doch nicht nur Ölheizungen verursachen höhere Kosten. Auch andere Heizarten sind von der Teuerung betroffen.
Besonders bei Gas hat sich der Preisanstieg zuletzt beschleunigt. Im August lag die Teuerung noch bei 7,9 Prozent, im September waren es bereits 11,8 Prozent.
Auch Fernwärme wurde deutlich teurer. Hier stiegen die Preise innerhalb eines Jahres um 5,1 Prozent. Im August hatte das Plus noch 1,9 Prozent betragen.
Während viele Haushalte mit höheren Heizkosten kämpfen, gibt es bei Strom eine überraschende Entwicklung: Die Preise lagen im September um 9,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau.
Dazu tragen unter anderem die Senkung der Elektrizitätsabgabe und des Erneuerbaren-Förderbeitrags bei. Auch der Sozialtarif für von der ORF-Gebühr befreite Haushalte sowie der Sommer-Netztarif wirken preisdämpfend.
Allerdings fiel die Entlastung beim Strom zuletzt etwas geringer aus. Im August waren die Preise noch um 10,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau gelegen.
Die kräftig gestiegenen Energiepreise sind ein wesentlicher Grund dafür, dass die Inflation in Österreich im September wieder auf 3,6 Prozent geklettert ist. Im August waren es noch 3,2 Prozent gewesen.
Besonders stark wirken sich dabei die Preise für Treibstoffe und Heizöl aus. Ohne diese beiden Bereiche würde die Inflation derzeit nur 2,4 Prozent betragen.
Insgesamt verteuerte sich Haushaltsenergie im September um 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Einen Monat zuvor hatte der Anstieg lediglich 1,4 Prozent betragen.