Wer am Reumannplatz eine Pause einlegen möchte, findet derzeit deutlich weniger Sitzgelegenheiten vor als noch vor einigen Monaten. Nach Angaben der Stadt wurden seit dem Frühjahr knapp 30 Bänke entfernt.
Das sorgt nun für Kritik im Grätzl. Dabei war bei der Neugestaltung des Platzes im Jahr 2020 noch mit mehr Aufenthaltsqualität geworben worden. Neben zusätzlichen Grünflächen und mehr Platz sollten auch zahlreiche Holzbänke zum Verweilen einladen.
Wie die MA 42 (Stadtgärten) gegenüber der "Kronen Zeitung" erklärt, wurden die Sitzgelegenheiten aufgrund von "wiederholt auftretender Vandalismusschäden" entfernt. Die Maßnahme sei aus Sicherheitsgründen notwendig gewesen.
Widerstand kommt unter anderem von Bezirksrat Stefan Sabler. Er sieht die Entwicklung am Reumannplatz kritisch und verweist auf die Bedeutung der Sitzmöglichkeiten für die Menschen vor Ort.
"Die Menschen, die hier am Reumannplatz zusammenkommen, haben es verdient, angemessene Sitzmöglichkeiten vorzufinden. Für sie ist die Entfernung der Bänke ein ernsthaftes Problem", sagt Sabler zur "Krone".
Gemeinsam mit Anrainern hat er deshalb eine Fotoaktion gestartet. Auf den Bildern wird die Forderung "Her mit den Bänken" erhoben. Vor allem ältere Menschen würden unter dem Wegfall der Sitzplätze leiden, so die Kritik.
Eine Rückkehr der entfernten Bänke am Reumannplatz ist vorerst allerdings nicht in Sicht. Die MA 42 erklärt gegenüber der "Kronen Zeitung", dass eine Wiederaufstellung derzeit nicht geplant sei.
Als Begründung verweist die Stadt darauf, dass am Reumannplatz weiterhin andere Möglichkeiten zum Sitzen vorhanden seien. Dazu zählt laut Stadt etwa die Betonmauer rund um die Parkanlage.