Für viele ist er der lustigste Tag des Jahres: Faschingsdienstag bedeutet Kostüme, Krapfen, Umzüge – und in manchen Orten sogar Ausnahmezustand. Der Faschingsdienstag ist der letzte Tag des Faschings – und damit auch der Höhepunkt der "fünften Jahreszeit". Viele feiern am Faschingsdienstag also bewusst noch einmal, bevor es ruhiger wird.
Kulinarisch bleiben Krapfen der traditionelle Klassiker an diesem Tag. Sie sind auch deshalb so typisch, weil sie früher ein besonders gehaltvolles Essen vor dem Fasten waren.
Der Krapfen ist im Grunde die perfekte Basis: außen knusprig, innen weich, neutral genug für fast jede Füllung. Klassisch gefüllt mit Marillenmarmelade und bestäubt mit Staubzucker gehört er fix zum Februar wie Kostüme und Konfetti. Doch längst hat sich der Krapfen vom traditionellen Faschingsgebäck zum echten Trend-Food entwickelt. Bäcker lassen sich immer ausgefallenere Kreationen einfallen – von fruchtig bis schokoladig, herzhaft mit Leberkäse oder vegan.
Manche Gastronomen verteilen das Gebäck sogar kostenlos – so wie das Schnitzel-Restaurant Meissl & Schadn am Wiener Schubertring 10-12. Dort werden morgen, 17. Februar, von 10 bis 12 Uhr frisch gebackene Krapfen verteilt.
Am nächsten Tag ist Aschermittwoch – und damit beginnt die Fastenzeit. Traditionell bedeutet das: weniger Alkohol, weniger Fleisch, bewusster leben und "Verzicht" (heute oft auch: Handy, Süßes, Social Media).