Faschingszeit ist Krapfenzeit. In Bäckereien stapeln sich die mit Marillenmarmelade oder Vanillecreme gefüllten Klassiker, goldgelb ausgebacken und großzügig mit Staubzucker bestäubt. Doch während traditionell Liter von heißem Fett für das perfekte Ergebnis sorgen, verspricht ein Küchengerät seit einiger Zeit eine saubere, schnelle und angeblich gesündere Alternative: der Airfryer.
Wir haben uns gefragt: Funktioniert das wirklich? Und wie schmecken Faschingskrapfen aus der Heißluftfritteuse?
Für unseren Test haben wir uns an ein klassisches Germteig-Rezept gehalten:
Trockengerm und Zucker in der lauwarmen Milch auflösen. Die übrigen Zutaten der Reihe nach dazugeben und gut zu einem glatten Teig verkneten.
Zugedeckt an einem warmen Ort etwa eine Stunde lang gehen lassen, bis der Teig doppelt so hoch ist.
Den Teig noch einmal durchkneten und in etwa 12 gleich große Portionen teilen. Jedes Teigstück zu einer Kugel formen. Maximal vier Krapfen auf Airfryer-Backpapier geben und zugedeckt weitere 30 Minuten gehen lassen.
Den Airfryer auf 160 Grad vorheizen, die Krapfen mit zerlassener Butter bestreichen und rund 10 Minuten lang backen.
Die Faschingskrapfen auskühlen lassen, mit Marmelade befüllen - et voilà.
Das erste Staunen kam beim Öffnen des Geräts: Die Krapfen waren tatsächlich goldbraun. Zwar fehlte der typische helle "Kragen", der beim schwimmenden Ausbacken entsteht, doch abgesehen davon, dass sie in der Fritteuse zusammengeklebt, machten sie insgesamt optisch eine gute Figur. Auch die Konsistenz außen war überzeugend – leicht knusprig, ohne hart zu wirken. Ein Pluspunkt: Kein Fettgeruch in der Küche, keine Spritzer auf Herd und Fliesen.
Entscheidend ist jedoch der erste Biss. Und hier zeigte sich: Der Airfryer kann wirklich viel. Die Krapfen waren innen locker und flaumig - vielleicht sogar ein wenig zu "luftig", aber gut.