Jamal Sellami räumte als Spieler für Raja Casablanca oder Besiktas Istanbul auf der Sechserposition ab – und auch als Trainer liegt sein Fokus auf einer kompakten Defensive. Seit Juni 2024 betreut der Marokkaner die Nationalmannschaft von Jordanien und schreibt bislang eine Erfolgsgeschichte. Nach dem Final-Einzug beim FIFA Arab Cup Ende 2025 erhielt der 55-Jährige gar von König Abdullah II. die jordanische Staatsbürgerschaft. Vor seinem Engagement in Vorderasien war Sellami Klubtrainer bei einigen Vereinen in Marokko, außerdem coachte er verschiedene Juniorenauswahlteams seines Heimatlandes sowie interimsmäßig für sechs Partien die A-Nationalmannschaft.
Moussa Tamari ist der Pionier in der Mannschaft: Als erster jordanischer Fußballer schaffte der Rechtsaußen den Sprung in eine der fünf großen Ligen Europas. Dabei wagte er erst im Alter von 21 Jahren den Wechsel aus der heimischen Pro League nach Zypern zu Apoel Nikosia. Von dort zog es ihn weiter nach Belgien zum Erstligisten OH Leuven, ehe es ihn 2023 nach Frankreich zu HSC Montpellier verschlug. Dort blieb Tamari anderthalb Jahre, mittlerweile wirbelt der Linksfuß auf dem Flügel als einer der gefährlichsten Akteure für Stade Rennes. In der WM-Qualifikation war er mit sieben Toren und zwei Assists bester jordanischer Scorer.
Der Artikel wird unten fortgesetzt.
Jordanien ist zum ersten Mal überhaupt bei einer Weltmeisterschaft dabei. Seit 1986 waren die Nashama zehnmal in der Qualifikation gescheitert, durch ein 3:0 im Oman lösten sie nun am 5. Juni 2025 erstmals das WM-Ticket. Die Spieler wurden nach ihrer Rückkehr in die Heimat wie Nationalhelden von Tausenden Fans gefeiert. "Ein Traum ist wahr geworden", schwärmte Tamari: "Unsere Leidenschaft für Jordanien ist unübertroffen." Dennoch wäre jeder Punktgewinn in der Gruppe J mit Weltmeister Argentinien, dem ÖFB-Team und Algerien eine Sensation.