Die Waldbrandgefahr auf Teneriffa spitzt sich zu. Wegen extremer Trockenheit und Temperaturen von bis zu 38 Grad gelten auf der beliebten Kanareninsel seit 1. August verschärfte Schutzmaßnahmen. Jetzt folgt die nächste Einschränkung: Autofahrten auf Forststraßen sind ab sofort verboten.
Der Inselrat hat die Waldbrand-Warnstufe 2 ausgerufen und die Schutzmaßnahmen weiter verschärft, berichtet "Teneriffa News". Forststraßen dürfen künftig nicht mehr mit Autos oder anderen motorisierten Fahrzeugen zu Freizeitzwecken befahren werden. Ausgenommen sind lediglich Fahrzeuge, die für Arbeitseinsätze unterwegs sind.
Für Urlauber und Einheimische gibt es aber Entwarnung: Normale Insel- und Gemeindestraßen bleiben weiterhin geöffnet.
In den besonders gefährdeten Waldgebieten gelten außerdem weitere strenge Verbote. Offenes Feuer ist ebenso untersagt wie der Betrieb von Gas-, Camping- oder Holzkohlegrillern. Auch Campingkocher dürfen dort derzeit nicht verwendet werden.
Zusätzlich gilt auf Wanderwegen, Forststraßen, Aussichtspunkten und anderen öffentlichen Einrichtungen in den Bergen ein absolutes Rauchverbot.
Auch mehrere Freizeitangebote sind von den Maßnahmen betroffen. Campingplätze und Erholungsgebiete innerhalb der Risikozone bleiben geschlossen. Gesperrt sind außerdem der Las-Mesas-Park sowie die beliebten Aussichtspunkte Chipeque und Chimague.
Wandern, Radfahren und der Aufenthalt im Wald sind derzeit zwar weiterhin erlaubt. Die Behörden raten jedoch eindringlich, die große Hitze zu beachten und ausreichend Wasser mitzunehmen. Sollte die Warnstufe 3 ausgerufen werden, könnten auch diese Aktivitäten untersagt werden.
Mit den verschärften Maßnahmen will der Inselrat verhindern, dass sich die dramatischen Waldbrände von 2023 wiederholen. Damals zerstörte das Feuer mehr als 15.000 Hektar Wald, die Löscharbeiten dauerten mehrere Wochen. Der Brand gilt bis heute als die schwerste Feuerkatastrophe der jüngeren Geschichte Teneriffas.