Der Himmel war eben noch strahlend blau, doch plötzlich ziehen dunkle Wolken auf. Ein Donnergrollen hallt durch die Berge, der Wind frischt auf und aus einer entspannten Wanderung wird innerhalb weniger Minuten eine gefährliche Situation. Gerade im Sommer entstehen Gewitter oft überraschend schnell – dann kommt es auf die richtigen Entscheidungen an. Viele Wanderer unterschätzen die Gefahr oder reagieren falsch. Dabei können schon kleine Fehler im Ernstfall lebensgefährlich werden.
In den Bergen entwickeln sich Gewitter häufig innerhalb kurzer Zeit: Durch die Höhenlage ist man Blitzen besonders stark ausgesetzt, gleichzeitig fehlen oft sichere Rückzugsorte. Deshalb gilt: Bereits vor jeder Tour sollte der Wetterbericht geprüft werden. Sind Gewitter angekündigt, ist es meist die sicherste Entscheidung, die Wanderung zu verschieben oder besonders früh aufzubrechen.
Wer während der Tour erste Warnzeichen wie dunkle Quellwolken, aufkommenden Wind oder Donner bemerkt, sollte sofort den Rückweg antreten.
Sichere Schutzhütten oder Gebäude sind bei Gewitter die beste Zuflucht. Ist kein Schutz erreichbar, sollte Abstand zu Metallzäunen, Drahtseilen, Klettersteigen oder einzelnen Bäumen gehalten werden. Wandergruppen sollten außerdem mehrere Meter Abstand zueinander einhalten, damit bei einem möglichen Blitzschlag nicht mehrere Personen gleichzeitig betroffen sind.
Kein Gipfelfoto und keine Wanderung sind das Risiko eines Gewitters wert. Wer den Wetterbericht ernst nimmt, frühzeitig umkehrt und typische Fehler vermeidet, erhöht seine Sicherheit erheblich. Denn in den Bergen gilt mehr denn je: Der Gipfel läuft nicht davon – das Gewitter schon.