Wandern mit Vorsicht

Blitze am Berg? 3 Fehler, die gefährlich werden können

Dunkle Wolken und Donner: Wer bei Unwetter falsch reagiert, bringt sich am Berg unnötig in Gefahr. Das solltest du wissen.
Heute Life
04.08.2026, 10:01
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Der Himmel war eben noch strahlend blau, doch plötzlich ziehen dunkle Wolken auf. Ein Donnergrollen hallt durch die Berge, der Wind frischt auf und aus einer entspannten Wanderung wird innerhalb weniger Minuten eine gefährliche Situation. Gerade im Sommer entstehen Gewitter oft überraschend schnell – dann kommt es auf die richtigen Entscheidungen an. Viele Wanderer unterschätzen die Gefahr oder reagieren falsch. Dabei können schon kleine Fehler im Ernstfall lebensgefährlich werden.

Gewitter in den Bergen sind besonders gefährlich

In den Bergen entwickeln sich Gewitter häufig innerhalb kurzer Zeit: Durch die Höhenlage ist man Blitzen besonders stark ausgesetzt, gleichzeitig fehlen oft sichere Rückzugsorte. Deshalb gilt: Bereits vor jeder Tour sollte der Wetterbericht geprüft werden. Sind Gewitter angekündigt, ist es meist die sicherste Entscheidung, die Wanderung zu verschieben oder besonders früh aufzubrechen.

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Wer während der Tour erste Warnzeichen wie dunkle Quellwolken, aufkommenden Wind oder Donner bemerkt, sollte sofort den Rückweg antreten.

1
Unter einem einzelnen Baum Schutz suchen
Der wohl häufigste und zugleich gefährlichste Fehler ist es, sich bei einem Gewitter unter einen freistehenden Baum zu stellen. Blitze schlagen bevorzugt in hohe, einzelne Objekte ein. Ein Baum bietet deshalb keinen Schutz, sondern erhöht das Risiko erheblich. Auch Masten, Gipfelkreuze oder einzelne Felsen sollten gemieden werden. Wer sich oberhalb der Baumgrenze befindet, sollte schnellstmöglich tieferes Gelände aufsuchen.
2
Auf dem Gipfel oder Grat bleiben
Viele Wanderer hoffen, dass das Gewitter rasch vorbeizieht – und bleiben deshalb auf dem Gipfel oder einem ausgesetzten Grat stehen. Genau dort ist die Gefahr eines Blitzschlags jedoch besonders hoch. Sobald Donner zu hören ist, sollte man erhöhte Punkte sofort verlassen. Je früher man absteigt, desto geringer wird das Risiko. Wichtig ist dabei, ruhig zu bleiben und nicht in Panik zu geraten.
3
Sich flach auf den Boden legen
Ein weiterer Irrtum hält sich hartnäckig: Viele glauben, man sei am sichersten, wenn man sich einfach auf den Boden legt. Tatsächlich kann genau das gefährlich werden. Kommt es zu einem Blitzeinschlag in der Nähe, breitet sich der Strom über den Boden aus. Je größer die Kontaktfläche zum Untergrund ist, desto höher ist das Risiko eines sogenannten Schrittspannungsunfalls. Stattdessen empfehlen Experten die Blitzschutzstellung: In einer Mulde oder Vertiefung mit geschlossenen Füßen in die Hocke gehen, den Kopf einziehen und möglichst wenig Bodenkontakt haben.

So verhältst du dich richtig

Sichere Schutzhütten oder Gebäude sind bei Gewitter die beste Zuflucht. Ist kein Schutz erreichbar, sollte Abstand zu Metallzäunen, Drahtseilen, Klettersteigen oder einzelnen Bäumen gehalten werden. Wandergruppen sollten außerdem mehrere Meter Abstand zueinander einhalten, damit bei einem möglichen Blitzschlag nicht mehrere Personen gleichzeitig betroffen sind.

Kein Gipfelfoto und keine Wanderung sind das Risiko eines Gewitters wert. Wer den Wetterbericht ernst nimmt, frühzeitig umkehrt und typische Fehler vermeidet, erhöht seine Sicherheit erheblich. Denn in den Bergen gilt mehr denn je: Der Gipfel läuft nicht davon – das Gewitter schon.

{title && {title} } red, {title && {title} } 04.08.2026, 10:01