Blendende Gefahr

Sonnenfinsternis: Experte warnt vor Irrtum

Die partielle Sonnenfinsternis sorgt schon jetzt für Vorfreude. Ein Augenoptiker warnt jedoch vor einem weit verbreiteten Irrtum.
Heute Life
29.07.2026, 19:04
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Am 12. August 2026 richten Millionen Menschen ihren Blick in den Himmel. Die partielle Sonnenfinsternis zählt zu den spektakulärsten Himmelsereignissen des Jahres und sorgt schon jetzt für große Vorfreude. Doch genau in diesem Moment kann ein folgenschwerer Fehler passieren: Viele glauben, eine gewöhnliche Sonnenbrille reiche aus, um das Naturschauspiel gefahrlos zu beobachten. Augenoptikermeister Jens Meurer schlägt auf TikTok deshalb Alarm – und warnt eindringlich vor diesem weit verbreiteten Irrtum.

Sonnenbrillen schützen die Augen nicht

In einem Clip macht der deutsche Optiker deutlich: Normale Sonnenbrillen sind für die Beobachtung einer Sonnenfinsternis völlig ungeeignet. Selbst sehr dunkle Modelle blockieren zwar einen Teil des sichtbaren Lichts, lassen aber noch immer viel zu viel der gefährlichen Sonnenstrahlung durch.

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Wer direkt in die Sonne blickt, riskiert schwere Schäden an der Netzhaut. Meurer rät deshalb, ausschließlich geprüfte Sonnenfinsternisbrillen zu verwenden. Diese speziellen Schutzbrillen filtern die intensive Sonnenstrahlung so stark, dass eine sichere Beobachtung überhaupt erst möglich wird.

Warum die Sonnenfinsternis besonders gefährlich ist

Viele fragen sich, warum ausgerechnet eine Sonnenfinsternis gefährlicher sein soll als ein kurzer Blick in die normale Sonne. Tatsächlich liegt genau hier die Gefahr: Wenn die Sonne hell scheint, reagiert unser Körper sofort: Wir kneifen automatisch die Augen zusammen oder schauen reflexartig weg. Während einer Sonnenfinsternis wird die Sonne jedoch teilweise vom Mond verdeckt. Das Licht wirkt dadurch deutlich angenehmer und blendet weniger. Viele Menschen schauen deshalb wesentlich länger hin, oft ohne zu bemerken, dass die schädliche UV- und Infrarotstrahlung weiterhin nahezu ungehindert auf die Netzhaut trifft.

Die Folge kann eine sogenannte solare Retinopathie sein – eine Schädigung der Netzhaut, die im schlimmsten Fall dauerhaft bleibt und das Sehvermögen beeinträchtigen kann.

Was ist mit der Handykamera?

In den Kommentaren taucht auch die Frage auf, ob man die Sonnenfinsternis einfach über das Display des Smartphones beobachten kann. Wer ausschließlich auf den Bildschirm blickt und nicht direkt in die Sonne, setzt seine Augen dadurch grundsätzlich keinem erhöhten Risiko aus.

Anders sieht es aus, wenn das Smartphone mit optischen Hilfsmitteln kombiniert wird oder man zusätzlich direkt in den Himmel schaut. Vorsicht ist außerdem bei der Kamera selbst geboten: Je nach Gerät und Dauer der Aufnahme kann die intensive Sonneneinstrahlung den Kamerasensor oder das Objektiv beschädigen.

Diese Brillen sind die einzige sichere Wahl

Wer das Himmelsereignis genießen möchte, sollte ausschließlich zertifizierte Sonnenfinsternisbrillen verwenden. Wichtig ist, dass sie unbeschädigt sind und den geltenden Sicherheitsnormen entsprechen. Selbst mehrfach übereinander getragene Sonnenbrillen oder improvisierte Lösungen bieten keinen ausreichenden Schutz.

Unter Meurers Video häufen sich dennoch scherzhafte Kommentare. "Kann ich auch eine Schweißmaske benutzen?", fragt ein Nutzer. Ein anderer meint augenzwinkernd: "Naja, wird eh wieder wolkig sein oder regnen."

{title && {title} } red, {title && {title} } 29.07.2026, 19:04
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