Abzocke im Ausland

Vorsicht im Urlaub! Autofahrer im Visier von Betrügern

Vom Spiegeltrick bis zu falschen Pannenhelfern: Der ÖAMTC warnt vor Betrugsmaschen, die Urlauber im Ausland viel Geld kosten können.
Newsdesk Heute
18.07.2026, 11:59
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Wer mit dem Auto in den Urlaub fährt, sollte besonders aufmerksam sein. Laut ÖAMTC nutzen Betrüger gerade in der Ferienzeit die Unsicherheit vieler Reisender aus. Vor allem Sprachbarrieren und fehlende Ortskenntnis machen Urlauber anfällig für Trickbetrug.

"Gerade Touristen sind durch Sprachbarrieren und Ortsunkenntnis besonders anfällig für Trickbetrug – solche Fallen können jeden treffen und mitunter teuer werden", warnt ÖAMTC-Reiseexpertin Dagmar Redel. "Die meisten Urlauber kommen zum Glück nie mit Trickbetrügern in Berührung. Dennoch lohnt es sich, die gängigsten Maschen zu kennen und im Ernstfall richtig zu reagieren."

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Spiegeltrick in Italien

Besonders häufig wird laut ÖAMTC der sogenannte Spiegeltrick aus Italien gemeldet. Dabei werfen Täter einen Stein oder einen anderen Gegenstand gegen ein vorbeifahrendes Auto und behaupten anschließend, der Lenker habe den Außenspiegel ihres Fahrzeugs beschädigt. Danach verlangen sie sofort Bargeld.

"Diese Betrugsmasche wird besonders häufig aus Italien gemeldet – dem beliebtesten Urlaubsland der Österreicher. Gibt es keine Hinweise auf einen tatsächlichen Schaden, sollte man keinesfalls anhalten. Wer dennoch stehen bleibt, bleibt am besten im Fahrzeug und besteht darauf, die Polizei zu rufen – das schreckt die Täter in der Regel ab", erklärt Redel.

Falsche Pannenhelfer

Auch nach einer Autopanne ist Vorsicht geboten. Laut ÖAMTC tauchen auf ausländischen Autobahnen mitunter scheinbar zufällig Abschleppdienste auf, noch bevor organisierte Hilfe eintrifft. Fahrzeuge werden dann häufig in weit entfernte Werkstätten gebracht, wo hohe Abschlepp- und Reparaturkosten verrechnet werden.

"Im Ernstfall sollte man unbedingt zuerst die ÖAMTC Schutzbrief-Nothilfe unter +43 1 25 120 00 kontaktieren. So wird Hilfe über verlässliche Partner vor Ort organisiert und eine Kostenübernahme kann sichergestellt werden", informiert Redel.

Diebstahl nach manipuliertem Reifen

Eine weitere Masche beginnt bereits während eines Zwischenstopps. Dabei werden unbemerkt Reifen manipuliert, sodass es nach der Weiterfahrt zu einer Panne kommt. Kurz darauf erscheinen vermeintliche Helfer, die die Ablenkung nutzen, um Wertgegenstände aus dem Fahrzeug zu stehlen.

"Nach jedem unbeaufsichtigten Halt empfiehlt es sich, das Fahrzeug kurz zu kontrollieren. Wer zum Anhalten gedrängt wird, sollte im Auto bleiben, die Türen verriegeln und gegebenenfalls die Polizei verständigen", rät die Expertin.

Der ÖAMTC weist zudem darauf hin, dass Clubmitglieder bei rechtlichen Fragen die kostenlose Rechtsberatung nutzen können. In Notfällen stehen die Rechtsexperten des Mobilitätsclubs auch nachts, an Wochenenden und an Feiertagen zur Verfügung.

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