Jetzt wird es (schon wieder) richtig heiß! Außergewöhnlich heiße Luft subtropischen Ursprungs wird in den Alpenraum geleitet. "Die Wetterlage ist dabei ziemlich festgefahren", sagt UWZ-Meteorologe Martin Templin. Die lang anhaltende, markante Hitzewelle begleitet uns somit bis in den August hinein.
Schon seit Mittwoch steigen die Temperaturen deutlich an. Am Freitag werden in Österreich bis 39, vereinzelt sogar 40 Grad erreicht. Die schlimmste Hitze wird dabei im östlichen Flachland erwartet. Es ist der erste Höhepunkt dieser neuen Hitzewelle.
Nach einer Mini-Abkühlung am Wochenende auf bis zu 37 bzw. 38 Grad, steigen die Temperaturen ab Montag noch einmal auf knapp 40 Grad. Die extreme Hitze setzt sich darüber hinaus fort, erst am Donnerstag ist auch im Osten Regen angesagt. Ein Tropfen auf den heißen Stein, selbst damit klettert die Quecksilbersäule auf 36 Grad...
Es ist eine Horror-Prognose für alle, die im Freien oder in Büros ohne Klimaanlage arbeiten müssen. Aber auch die Gastronomie leidet. "Attenzione", warnt die beliebte Weinbar EST–Enoteca.Spumanteria.Trattoria in Schwechat seine Gäste. Die Betreiber setzen angesichts der erwarteten Temperaturen einen harten Schritt: "Aufgrund der Hitzebelastung in den kommenden Tagen ist das EST ab 31.07.2026 bis 04.08.2026 GESCHLOSSEN", informieren sie auf ihren Social-Media-Kanälen.
Es ist das zweite Mal in diesem Sommer, dass die Temperaturen hier ins Unerträgliche steigen. Schon Ende Juni musste das Lokal vorübergehend dichtmachen. "Der Asphalt vor dem EST hat gefühlt 60 Grad und im Küchenbereich knapp 40!", schilderten die Inhaber damals.
Der Donnerstag verläuft häufig freundlich bis sonnig, ein paar Wolken ziehen aber von Beginn an durch. Vor allem im östlichen Berg- und Hügelland bilden sich tagsüber Quellwolken. Daraus entwickeln sich am Nachmittag einzelne Hitzegewitter, in weiten Landesteilen bleibt es aber trocken. Im Osten weht mäßiger Südostwind, inneralpin machen sich tagsüber lokale Talaufwinde bemerkbar. Meist bleibt der Wind aber schwach und mit 32 bis 38 Grad steigert sich die Hitze weiter.
Am Freitag hält das sonnige Hochsommerwetter an. Im Westen bilden sich am Nachmittag ein paar Schauer und Gewitter. Dabei ist lokal mit großen Regenmengen, Hagel und Sturmböen aus West zu rechnen. Im östlichen Bergland bilden sich nur vereinzelt Hitzegewitter. Im Osten weht mäßiger bis lebhafter Wind aus südlichen Richtungen und die Hitzewelle verschärft sich noch. Die Temperaturen steigen auf 32 bis 39 oder vereinzelt sogar 40 Grad, mit den höchsten Werten im östlichen Flachland.
Der Samstag startet im Westen mit einigen Wolken und mit ersten Schauern und Gewittern. Abseits davon überwiegt meist der Sonnenschein. Im Tagesverlauf bilden sich von Vorarlberg bis in die Obersteiermark sowie im Mühl- und Waldviertel Quellwolken und anschließend Schauer und teils kräftige Gewitter. Im Flachland bleibt es hingegen häufig trocken und sonnig. Der Wind weht schwach bis mäßig, im Osten zeitweise lebhaft aus Süd. Die Hitze hält weiterhin an mit Höchstwerten zwischen 28 und 37 Grad.
Am Sonntag ziehen im Westen und Norden ein paar Wolken durch, ansonsten scheint aber auch zeitweise längere Zeit die Sonne. Im Laufe des Vormittags bilden sich im Berg- und Hügelland von Vorarlberg bis ins Waldviertel erste Quellwolken und nachfolgend gehen hier Schauer und Gewitter nieder. Diese fallen insbesondere im Westen kräftig mit Starkregen, Hagel und stürmischen Böen aus. Abseits der Gewitterböen weht häufig nur schwacher Wind. Die Temperaturen verbleiben bei schwül-heißen 29 bis 38 Grad.
Der Montag bringt in der Osthälfte meist strahlend sonniges und sehr heißes Wetter. Von Vorarlberg bis in das Waldviertel bilden sich im Tagesverlauf neuerlich ein paar Schauer und teils kräftige Gewitter, dabei sind lokal große Regenmengen in kurzer Zeit möglich. Abseits der Gewitter weht mäßiger Wind aus Süd bis Südost. Die Höchstwerte liegen zwischen 31 und knapp 40 Grad.