Ungewöhnlich hohe Temperaturen herrschen zur Zeit im finnischen Lappland, oberhalb des nördlichen Polarkreises. Eine Region, in der im Sommer nur selten mehr als +20°C gemessen werden.
Nun aber ist Rovaniemi, der "offizielle Sitz des Weihnachtsmannes", heißer als so mancher Mittelmeerstrand. In einer Stadt, in der im Winter –30 Grad keine Seltenheit sind und der Jänner-Durchschnitt bei –14 Grad liegt, wirkt das fast surreal.
In der Hauptstadt Lapplands kletterten die Temperaturen in diesen Tagen auf über 30 Grad – ein extremer Ausreißer für diese geografische Breite. Schuld ist ein Hochdruckgebiet, das sich wie ein "Hitzedom" über der Region festgesetzt hat.
Meteorologen sprechen von einem ungewöhnlichen Hitzeereignis, das möglicherweise sogar einen neuen Temperaturrekord bringt: Der bisherige Höchstwert in Rovaniemi liegt bei 32,2 Grad, gemessen im Juli 2018. Dieser Rekord könnte laut finnischen Meteorologen am Freitag geknackt werden.
Viele Einheimische zieht es jetzt zum Kemijoki-Fluss, der sich durch die Stadt schlängelt. Gebadet wird sonst nur selten – das Wasser bleibt meist eisig. Die Natur ächzt unter der plötzlichen Trockenheit, und die Behörden haben bereits zur Waldbrandvorsorge aufgerufen.