Hunderttausende Haushalte sind in Frankreich am Freitagmorgen im Dunkeln gesessen: Der schwere Wintersturm "Goretti" hat großflächige Stromausfälle ausgelöst.
Der Netzbetreiber Enedis teilte mit, dass in rund 380.000 Haushalten der Strom ausgefallen sei – besonders betroffen war die Normandie. Auch in der Bretagne, der Picardie nördlich von Paris sowie in der Region Île-de-France kam es demnach zu Ausfällen.
Der Wintersturm "Goretti", der in Deutschland "Elli" genannt wird, zieht derzeit über Nordeuropa. Der französische Wetterdienst warnte vor heftigen Sturmböen, vor allem im Département Manche an der Küste des Ärmelkanals. Dort wurde die höchste Unwetterwarnstufe ausgerufen.
In der Nacht seien in diesem Département Böen von 213 Kilometern pro Stunde gemessen worden, wie die Behörden mitteilten. Die Präfektur appellierte an die Bevölkerung, zu Hause zu bleiben und nicht mit dem Auto zu fahren. Zudem kommt es in der Region zu Einschränkungen im Bahnverkehr.
Auch in Großbritannien bereitete man sich auf schwieriges Wetter vor: Der Wetterdienst Met Office warnte bereits am Donnerstag vor starkem Wind und heftigen Schneefällen und gab für mehrere Regionen Unwetterwarnungen heraus. Vor allem in Wales und den englischen Midlands sei mit erheblichem Schneefall zu rechnen.