Meteorologe macht Ansage

"Höchste Zeit für eine Notbremse!" – Wadsak warnt alle

Die CO2-Konzentration in der Atmosphäre erreicht einen neuen Höchststand. Marcus Wadsak reagiert mit einer eindringlichen Warnung auf Facebook.
28.10.2026, 13:30
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100 Teilchen pro Million mehr Kohlendioxid in der Atmosphäre als zum Zeitpunkt seiner Geburt: Diese Entwicklung lässt den österreichischen Meteorologen Marcus Wadsak nicht kalt. Auf Facebook macht er seinem Ärger über den Klimawandel Luft und fordert ein rasches Gegensteuern.

Auslöser ist ein neuer Bericht der Weltwetterorganisation (WMO). Demnach hat die Konzentration des Treibhausgases CO2 in der Atmosphäre einen neuen Rekord erreicht.

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Wadsak fordert sofortiges Handeln

Auf Facebook reagiert Wetter-Experte Wadsak mit deutlichen Worten auf die aktuellen Zahlen: "100ppm CO2 mehr als bei meiner Geburt. Höchste Zeit für eine Notbremse!" Damit verweist Wadsak auf den starken Anstieg der CO2-Konzentration innerhalb seiner Lebenszeit.

Seinem Beitrag fügte er einen Bericht über die jüngsten Messwerte der Weltwetterorganisation hinzu.

CO2 erreicht neuen Rekordwert

Laut dem aktuellen WMO-Bericht lag die durchschnittliche CO2-Konzentration in der Atmosphäre im Jahr 2025 bei 426,8 ppm. Die Abkürzung ppm steht für "parts per million" und beschreibt die Anzahl der CO2-Teilchen pro Million Luftteilchen.

Gegenüber 2024 stieg der Wert um 2,8 ppm. Besonders deutlich wird die langfristige Entwicklung beim Vergleich mit der Zeit vor der Industrialisierung. Der aktuelle CO2-Wert entspricht bereits 153 Prozent der Konzentration aus dem Jahr 1750.

Weltwetterorganisation warnt vor Folgen

Die steigende Konzentration von Treibhausgasen führt dazu, dass mehr Wärme in der Atmosphäre gespeichert wird. Dadurch nimmt auch die Energie zu, die Extremwetterereignisse begünstigen kann.

Die WMO sieht unter anderem die anhaltende Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas als Ursache für den weiteren CO2-Anstieg.

Auch das Klimaphänomen El Niño spielt eine Rolle. Es kann unter anderem Vegetationsbrände begünstigen, bei denen zusätzlich Kohlendioxid freigesetzt wird.

Die Weltwetterorganisation rechnet auch für 2026 mit einem weiteren Anstieg der CO2-Konzentration.

Nicht nur CO2 macht Sorgen

Neben Kohlendioxid erreichten im Jahr 2025 auch andere wichtige Treibhausgase neue Höchstwerte. Dazu zählen Methan und Lachgas.

Methan entsteht unter anderem in der Landwirtschaft, bei der Förderung fossiler Energieträger und auf Mülldeponien.

Zusätzlich beschäftigt die Klimaforscher ein weiteres Gas: Schwefelhexafluorid, kurz SF6. Es wird unter anderem in elektrischen Anlagen eingesetzt und besitzt eine besonders starke Treibhauswirkung.

Laut WMO hat ein Kilogramm SF6 eine rund 24.300-mal so starke Klimawirkung wie dieselbe Menge CO2.

Erderwärmung könnte deutlich steigen

Auch die langfristigen Aussichten bereiten Sorgen. Nach Einschätzung der Vereinten Nationen könnte die Erde bei Fortsetzung der derzeitigen weltweiten Klimapolitik bis zum Ende des Jahrhunderts um 2,8 Grad wärmer werden als vor Beginn der Industrialisierung.

Das internationale Klimaziel sieht dagegen vor, die Erwärmung möglichst auf 1,5 Grad zu begrenzen. Für Marcus Wadsak ist angesichts der neuen Rekordzahlen jedenfalls klar, dass die bisherigen Maßnahmen nicht ausreichen. Mit seinem Facebook-Beitrag fordert er deshalb eine rasche Kursänderung beim Klimaschutz.

red, Akt. 28.10.2026, 13:34, 28.10.2026, 13:30