Shrinkflation im Visier

"Höherer Preis" – jetzt prangert Bipa Mogelpackungen an

Shrinkflation – also geschrumpfte Packungen zum gleichen Preis – treibt Kunden auf die Palme. Jetzt reagiert Bipa mit einer Aktion auf die Mogelei.
Tobias Prietzel
16.07.2026, 03:00
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Fans von Süßem sind ganz schön sauer: Wie berichtet reduziert Schokoproduzent Mars bei "Milky Way" und "Bounty" die Stückzahl pro Packung deutlich. Die Preise hingegen sinken kaum.

Statt wie bisher neun Riegel sind in der Großpackung nur mehr fünf Stück enthalten. Der Preis ist aber nur minimal gesunken – von 2,99 Euro auf 2,29 Euro. Laut Verbraucherzentrale Hamburg entsteht durch die geringere Füllmenge eine versteckte Kostensteigerung von rund 38 Prozent.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Die extreme Zunahme von Mogelpackungen hat jetzt einen großen österreichischen Einzelhändler auf den Plan gerufen: Die Drogeriekette Bipa macht ihre Kundschaft gezielt darauf aufmerksam – mit nicht zu übersehenden Hinweisen.

"SHRINKFLATION: VERSTECKTE PREISERHÖHUNG!" warnt das Unternehmen in großen Lettern. "Heute" hat den Zettel in einer Filiale in Linz-Urfahr entdeckt. Angebracht ist er an einem Regal, in dem eine bekannte Marke für Geschirrspül-Tabs steht.

Im Text heißt es weiter: "Der Lieferant hat bei gleichem Preis den Packungsinhalt reduziert. Der Grundpreis hat sich somit im Vergleich zu vorher erhöht."

Bis zu 1.000 Euro beim Einkauf sparen

Auch abseits der Shrinkflation geht der tägliche Einkauf nach wie vor arg ins Geld. Die anhaltende Teuerung hat die AK-Konsumentenschützer auf den Plan gerufen. Sie geben Tipps.

Die Experten haben Preiskörbe mit jeweils 20 Markenartikeln und günstigeren Produkten verglichen – die Ersparnis bis zu 23 Euro. Und die Kammer rechnet vor: Bei einem regelmäßigen Wocheneinkauf kann die Entscheidung für billigere Alternativen über das Jahr hinweg für bis zu 1.000 Euro mehr im Börsel sorgen.

{title && {title} } tob, {title && {title} } 16.07.2026, 03:00