Die Regierung greift jetzt ein: Ab 1. April soll eine neue Spritpreisbremse die Preise an den Tankstellen dämpfen. Doch während Autofahrer leicht aufatmen können, kommt bereits die nächste Warnung - und die betrifft den Supermarkt.
"Explodierende Energiepreise und horrende Düngemittelkosten werden sich auf kurz oder lang auch im Supermarktregal bemerkbar machen", warnt Oberösterreichs Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger (ÖVP) jetzt alle Supermarkt-Kunden.
Schon jetzt geraten viele landwirtschaftliche Betriebe massiv unter Druck. Treibstoff, Strom und vor allem Düngemittel sind zu zentralen Kostentreibern geworden. Laut Langer-Weninger machen Düngemittel mittlerweile mehr als 30 Prozent der Produktionskosten aus. Gleichzeitig steigen die Preise durch EU-Vorgaben weiter an.
"Die Steigerungen der Treibstoffkosten und der Düngemittelkosten verursachen Mehrkosten etwa im Ackerbau von mehr als 150 Euro pro Hektar", betont die Landesrätin. Unter diesen Bedingungen sei wirtschaftliches Arbeiten für viele Bauern kaum mehr möglich.
Währenddessen versucht die Bundesregierung gegenzusteuern. Ein neues Maßnahmenpaket soll die Teuerung bremsen und die Kaufkraft stabilisieren. Konkret wird die Steuer auf Benzin und Diesel um fünf Cent pro Liter gesenkt. Insgesamt sollen die Spritpreise dadurch um rund zehn Cent pro Liter fallen.
Bundeskanzler Christian Stocker stellt klar: "Der Staat darf nicht zum Krisenprofiteur werden." Ziel sei es, "zu verhindern, dass sich massive Preisanstiege verfestigen und damit Kaufkraft und Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig geschwächt werden."
Auch Vizekanzler Andreas Babler kündigt harte Eingriffe an: "Wir sehen nicht dabei zu, wie einige wenige auf Kosten aller anderen Übergewinne erzielen." Künftig sollen Margen entlang der gesamten Treibstoffkette begrenzt werden.
Doch selbst diese Maßnahmen könnten nur kurzfristig helfen. Denn die Probleme reichen tiefer: steigende Energiepreise, globale Krisen und wachsender Kostendruck in der Landwirtschaft.
Langer-Weninger warnt daher eindringlich: "Wenn wir jetzt nicht handeln, zahlen am Ende die Bürger die Rechnung."