Hunderte Neuinfektionen – wieder weit über 2.100 Fälle

Auf den Intensivstationen bleibt die Corona-Situation weiter angespannt.
Auf den Intensivstationen bleibt die Corona-Situation weiter angespannt.Fabian Strauch / dpa / picturedesk.com
Die aktuelle Woche war bisher von sinkenden Corona-Neuinfektionen geprägt. Am Samstag nun die Fall-Explosion: 2.145 Neuinfektionen, acht Tote!

Die täglichen Neuinfektionen gingen bisher in der aktuellen Woche im Vergleich zur Vorwoche leicht zurück. Am Montag startet die Woche mit 1.399 Corona-Neuinfektionen, am Dienstag folgten 1.240, am Mittwoch 2.022 und am Donnerstag 1.707. Am Freitag wurden 1.754 Neuinfektionen gemeldet.  Die gesamte Arbeitswoche lagen die täglichen Infektionszahlen somit jeweils teils sogar um mehrere hundert Fälle tiefer als im Vergleichszeitraum der Vorwoche.

Am Samstag melden die Ministerien nun 2.145 Corona-Neuinfektionen. Der Vergleich zum Samstag vor einer Woche: Damals gab es 1.902 Neuinfektionen österreichweit, dazu sieben Corona-Tote, 860 Hospitalisierte und davon 211 Corona-Patienten auf den heimischen Intensivstationen. Es handelt sich um eine regelrechte Fall-Explosion: Ein Plus von über 200 Fällen im Wochenvergleich, dazu ein Anstieg bei den Coronatoten von 7 auf 8 und sechs neue Corona-Fälle in den Intensivstationen.

Bisher gab es in Österreich 734.302 positive Testergebnisse. Mit heutigem Stand (25. September 2021, 9:30 Uhr) sind österreichweit 10.961 Personen an den Folgen des Corona-Virus verstorben und 702.343 wieder genesen. Derzeit befinden sich 863 Personen aufgrund des Corona-Virus in krankenhäuslicher Behandlung. Davon werden 226 auf Intensivstationen betreut.

Neuinfektionen in den Bundesländern

Burgenland: 30
Kärnten: 96
Niederösterreich: 310
Oberösterreich: 522
Salzburg: 100
Steiermark: 211
Tirol: 136
Vorarlberg: 77
Wien: 663

Zahl der Toten steigt stark an

Neben den vielen hospitalisierten Patienten bereiten den Medizinern die hohen Todeszahlen Sorgen. Bis Freitag hatten innerhalb von nur sieben Tagen 83 Menschen ihre Leben am Virus verloren. "Die Zahlen zeigen, dass wir uns in dieser Pandemie in einer Übergangsphase befinden", sagte kürzlich Wissenschaftsredakteurin Elke Ziegler auf "Ö1". Ein Teil der Bevölkerung sei geimpft, ein anderer genesen, das Virus tue sich damit schwerer, treffe aber die Ungeimpften umso härter.

Dass sich die Wellen von ganz alleine ohne zusätzliche Maßnahmen abflachen, "dort sind wir noch nicht", so die Expertin im Interview. Immer wieder würden Infektionsherde entstehen, die sich ausbreiten, aber auf viel mehr immunisierte Menschen treffen und sich dann abflachen würden. Der Anstieg werde weitergehen, so die Einschätzung der Expertin. Gebrochen sei die vierte Welle nicht, es sei eine "Zwischenphase".

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