Rund 1.199 Betten waren im Vorjahr durchschnittlich in den Wiener Spitälern gesperrt. Das sorgt sorgt jetzt auch bei der Wiener Ärztekammer für Unmut. "Bettensperren sind immer ein heikles Thema für alle Beteiligten, aber besonders ärgerlich, wenn sie gerade vor oder mitten in der sogenannten 'Triple-Welle' – Corona, Grippe und RSV – passieren", so Ärztekammer-Vize Eduardo Maldonado-González.
Der Kurienobmann der angestellten Ärzte verweist auf die Erfahrungen aus den letzten Jahren, wonach diese Infektionswellen vermehrt zu Spitalsaufenthalten geführt haben – vor allem bei Patientinnen und Patienten mit COPD, also chronisch obstruktiver Lungenerkrankung.
"Wir Spitalsärztinnen und -ärzte können nur mit den Betten arbeiten, die uns auch zur Verfügung stehen", sagt Maldonado-González. Umso wichtiger sei es, dass bei jeder Bettenreduktion sichergestellt werde, dass die medizinische Versorgung außerhalb des Spitals funktioniere.
Trotz der angespannten Lage geht die Ärztekammer davon aus, dass die Versorgung gewährleistet bleibt: "Wir gehen davon aus, dass dies bei der Sperre der Betten berücksichtigt wurde und es nicht zu einer Unterversorgung der Wiener Patientinnen und Patienten kommt."
Im Jahr 2024 waren laut Stadt im Schnitt 1.199 Betten gesperrt. Gleichzeitig gab es aber auch 1.236 freie Betten. Diese dienen als wichtige Reserve für saisonale Belastungsspitzen – gerade jetzt im Winter ein entscheidender Puffer.