Salzburgs Bürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ) schäumt vor Wut: Er will keinen Kontakt mehr mit dem Obmann des Trägervereins des Insel Salzburg, Rene Neusser. Grund dafür sei ein massiver Vertrauensverlust.
Wie Auinger erklärt, habe Neusser vergangene Woche verschwiegen, dass der Verein bereits im Dezember auch um einen vorübergehenden Schulbetrieb angesucht habe. Öffentlich sei lediglich der Plan für eine Kleinkindbetreuung auf dem Areal an der Salzach präsentiert worden.
Dass der Verein zusätzlich die letzten Klassen der Volksschule Schwarzstraße aufnehmen wollte, sei nicht erwähnt worden. Die Schule muss ihren bisherigen Standort verlassen, weil das Gebäude verkauft wurde.
Beim Treffen zwischen rund 40 betroffenen Eltern und dem Bürgermeister am Mittwochabend zeigte sich große Sorge über die Entwicklungen im Verein. Auinger betonte, er habe den Eltern dargelegt, welche Schritte die Stadt in den vergangenen eineinhalb Jahren gemeinsam mit dem Vereinsvorstand gesetzt habe.
Deutliche Worte fand der Bürgermeister für Vereinsobmann Neusser:"Und es ist relativ klar, dass es mit dem Herrn Neusser, so wie er arbeitet, mit Sicherheit nicht weitergehen kann", sagte Auinger laut ORF.
Ziel sei es nun, den Vereinsvorstand dazu zu bewegen, das bestehende pädagogische Konzept inklusive Nachmittagsbetreuung gemeinsam mit dem neu gegründeten Förderverein umzusetzen. "Das ist sehr vielversprechend und ich habe versprochen, dass ich mit denen im Vorstand, die wirklich an der Zukunft der Insel arbeiten wollen, noch einen Termin zu koordinieren und noch mal den Versuch zu starten", so Auinger im ORF.
Mit Rene Neusser werde es von seiner Seite aus jedoch keinen weiteren Kontakt geben, stellte der Bürgermeister klar. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass eine Generalversammlung einen Vereinsobmann auch abwählen könne.