Möbelhaus ist pleite

Interio gerettet – Insolvenzverwalterin warnt aber

Die Gläubiger haben dem Sanierungsplan von Interio zugestimmt. Ob die Möbelkette die Rettung schafft, ist aber weiter offen.
Oberösterreich Heute
12.06.2026, 16:50
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Aufatmen bei Interio: Die Gläubiger der insolventen Möbelkette haben am Donnerstag dem Sanierungsplan zugestimmt. Damit ist der Weg für eine Fortführung des Unternehmens vorerst frei.

Der Plan sieht eine Quote von 20 Prozent für die Gläubiger vor, zahlbar innerhalb von zwei Jahren. Bei einer Zerschlagung des Unternehmens wären laut Insolvenzverwalterin lediglich 3 bis 4 Prozent der Forderungen zurückgeflossen.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Doch trotz der Zustimmung bleibt die Lage angespannt. Insgesamt wurden Forderungen von mehr als 6,1 Millionen Euro angemeldet. Rechnet man weitere Verbindlichkeiten hinzu, liegt das Sanierungsplanerfordernis bei rund 7,6 Millionen Euro.

Erzähle uns deine Story!

Wurde dir eine Beihilfe gestrichen? Kannst du dir das Leben kaum mehr leisten? Ist dir gerade etwas besonders Trauriges, Witziges oder Erstaunliches geschehen? Bewegt dich ein anderes Thema? Bist du der Meinung, dass deine Geschichte erzählt werden sollte? Dann melde dich bei uns unter [email protected]. Denn deine Story ist uns wichtig!Mail an uns

Im Zuge des Sparkurses werden Anfang Juli die Standorte Wien und Linz geschlossen. Besonders problematisch bleibt die Filiale Graz. Dort belasten hohe Kosten, fehlende Waren und ein Rechtsstreit mit der Vermieterin die Geschäfte.

Umsätze unter Erwartungen

Für zusätzliche Sorgen sorgen die Umsätze. Diese liegen deutlich unter den Erwartungen. Die Insolvenzverwalterin bezweifelt deshalb, dass Interio die vereinbarte Quote allein aus dem laufenden Geschäft erwirtschaften kann. Ohne frisches Geld von Investoren oder Gesellschaftern dürfte es schwierig werden.

Das Unternehmen zeigt sich dennoch optimistisch. Weitere Einsparungen seien geplant, zudem liefen Gespräche mit möglichen Investoren.

{title && {title} } red, {title && {title} } 12.06.2026, 16:50
Jetzt E-Paper lesen