Aufatmen bei Interio: Die Gläubiger der insolventen Möbelkette haben am Donnerstag dem Sanierungsplan zugestimmt. Damit ist der Weg für eine Fortführung des Unternehmens vorerst frei.
Der Plan sieht eine Quote von 20 Prozent für die Gläubiger vor, zahlbar innerhalb von zwei Jahren. Bei einer Zerschlagung des Unternehmens wären laut Insolvenzverwalterin lediglich 3 bis 4 Prozent der Forderungen zurückgeflossen.
Doch trotz der Zustimmung bleibt die Lage angespannt. Insgesamt wurden Forderungen von mehr als 6,1 Millionen Euro angemeldet. Rechnet man weitere Verbindlichkeiten hinzu, liegt das Sanierungsplanerfordernis bei rund 7,6 Millionen Euro.
Im Zuge des Sparkurses werden Anfang Juli die Standorte Wien und Linz geschlossen. Besonders problematisch bleibt die Filiale Graz. Dort belasten hohe Kosten, fehlende Waren und ein Rechtsstreit mit der Vermieterin die Geschäfte.
Für zusätzliche Sorgen sorgen die Umsätze. Diese liegen deutlich unter den Erwartungen. Die Insolvenzverwalterin bezweifelt deshalb, dass Interio die vereinbarte Quote allein aus dem laufenden Geschäft erwirtschaften kann. Ohne frisches Geld von Investoren oder Gesellschaftern dürfte es schwierig werden.
Das Unternehmen zeigt sich dennoch optimistisch. Weitere Einsparungen seien geplant, zudem liefen Gespräche mit möglichen Investoren.