Möbelhaus in Geldnot

Möbelhaus Interio erneut insolvent – 37 Jobs wackeln

Das heimische Möbelhaus Interio hat neuerlich Insolvenz angemeldet. 37 Mitarbeiter sind betroffen, die Löhne seit Februar offen.
Team Wirtschaft
09.03.2026, 19:28
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Schon wieder finanzielle Turbulenzen bei der Möbelkette Interio: Die Magazin 07 Möbel und Einrichtungen Vertriebsgesellschaft m.b.H. hat beim Landesgericht Wiener Neustadt ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt. Das bestätigte der Kreditschutzverband KSV1870 am Montag.

Noch vier Filialen nach erster Insolvenz 2024

Das Unternehmen betreibt unter dem Namen Interio einen Möbelhandel mit Hauptsitz in Vösendorf. Weitere Filialen gibt es auf der Mariahilfer Straße in Wien sowie in Linz und Graz. Zusätzlich betreibt die Firma ein Lager in Traiskirchen.

Februar-Gehälter nicht mehr gezahlt

Insgesamt sind laut Angaben 37 Mitarbeiter betroffen. Besonders heikel: Die Löhne und Gehälter sollen bereits seit Februar offen sein. Die Passiva werden derzeit mit rund 6,8 Millionen Euro beziffert, insgesamt gibt es 69 Gläubiger.

Interio scheitert an letzter Rückzahlung

Die Insolvenz kommt nicht überraschend. Bereits 2024 musste das Unternehmen ein Sanierungsverfahren durchlaufen. Damals wurde ein Sanierungsplan mit einer Quote von 20 Prozent beschlossen. Die letzte Teilzahlung wäre im März 2026 fällig gewesen. Doch steigende Energie-, Personal- und Mietkosten sowie rückläufige Umsätze machten dem Möbelhändler erneut zu schaffen.

Unternehmen soll fortgeführt werden

Trotz der erneuten Pleite soll der Betrieb weiterlaufen. Das Unternehmen bietet seinen Gläubigern erneut eine Sanierungsplanquote von 20 Prozent an, zahlbar innerhalb von zwei Jahren. Finanziert werden soll die Quote aus dem Fortbetrieb des Unternehmens. Ob dieser Plan realistisch ist, wird nun ein Insolvenzverwalter prüfen.

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