Ganze 4,29 Millionen Euro Schulden weist das Skigebiet Karkogel in Abtenau auf. Die Vermögenswerte dürften hingegen bei lediglich 750.000 Euro liegen. Daher wurde am Donnerstag am Landesgericht Salzburg ein Sanierungsverfahren eröffnet.
Von der Pleite der "Abtenauer Bergbahnen Gesellschaft m.b.H." sind 15 Dienstnehmer und 45 Gläubiger betroffen, berichtet die "Krone". Insgesamt vier Schlepplifte und eine Kabinenbahn werden in dem Skigebiet betrieben.
Auch künftig sollen dort wieder Gäste die Pisten genießen. Das Unternehmen soll fortgeführt werden. Den Gläubigern biete man eine Quote von 20 Prozent an. An dem Unternehmen seien 46 Gesellschafter beteiligt, wobei die Marktgemeinde Abtenau mit 58,4 Prozent den größten Anteil besitzt.
Doch wie konnte das Skigebiet in die Insolvenz schlittern? Seitens des Unternehmens erklärt man es sich durch Verzögerungen und unerwartete Kostensteigerungen bei der Errichtung eines "betriebsnotwendigen" Speicherteiches.
Im Zuge dessen sei es auch zu einem Streit mit einer Baufirma gekommen. Auch sinkende Besucherzahlen und wetterbedingte Umsatzeinbußen wirkten sich negativ aus.