Die Pleite in der Baubranche reißt nicht ab: Über das Vermögen der T-Dach GmbH aus Ohlsdorf (Bezirk Gmunden) wurde am Donnerstag am Landesgericht Wels ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet.
Das Dachdecker- und Spenglereiunternehmen besteht seit dem Jahr 2000 und ist in der Region tätig. In den vergangenen Jahren geriet der Betrieb jedoch zunehmend unter Druck.
Hauptgrund für die Insolvenz ist die anhaltende Krise am Bau. Zusätzlich machten stark gestiegene Kosten für Personal und Material dem Unternehmen zu schaffen. Als schließlich auch größere Forderungen bei wichtigen Kunden ausfielen, verschärfte sich die finanzielle Lage weiter.
Gespräche mit der Hausbank über eine Ausweitung des Kreditrahmens blieben ohne Erfolg. Eine Insolvenzanmeldung war schließlich nicht mehr zu vermeiden. Die wirtschaftlichen Zahlen zeigen die Schieflage deutlich: Aktiva von rund 1,86 Millionen Euro stehen Passiva von etwa 3,83 Millionen Euro gegenüber. Daraus ergibt sich eine rechnerische Überschuldung von knapp 1,98 Millionen Euro.
Von der Insolvenz sind rund 60 Gläubiger sowie 24 Mitarbeiter betroffen. Der Betrieb soll jedoch vorerst fortgeführt werden.
Bereits eingeleitet wurden erste Restrukturierungsmaßnahmen. Dazu zählen unter anderem ein Stellenabbau sowie eine Verkleinerung des Fuhrparks.
Den Gläubigern soll ein Sanierungsplan mit einer Quote von 20 Prozent angeboten werden. Forderungen können bis 23. April 2026 angemeldet werden. Die Berichts- und Prüfungstagsatzung findet am 7. Mai am Landesgericht Wels statt. Über den Sanierungsplan wird am 11. Juni verhandelt.